Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Samstag, 30. März 2013

Österliches...


Das war ich, 5 Jahre alt, mit meinem heißgeliebten Hasen "Lulac.

Österliche Landschaft
gekürzte Fassung von Karl Burkert (1884-1979)

Aus einer knospenvollen Welt
hebt sich ein Flötenton.
Der Hase rückt von Holz zu Feld,
die Erlen stäuben schon.

Am Stamm der Birke rinnt der Saft,
im Hof sonnt sich der Hund.
Des jungen Grases frische Kraft
drängt mächtig aus dem Grund.

Es wirkt ein Wunder in der Luft,
verklärt den Staub, den Stein.
Der heckenwarme Veilchenduft
strömt bis ins Dorf hinein. 





Mittwoch, 27. März 2013

JHWH – Karfreitag-Gedanken

Beim letzten Bibelkreis erzählte uns unser Pfarrer, dass der Gott „Jahwe“ im 14. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung ein Gott der Viehhirten des Vorderen Orients gewesen sei. Als Schutzgott eines kleinen Nomadenvolkes sei er dann zum Nationalgott der Hebräer aufgestiegen und zuguterletzt ein Universalgott aller Völker geworden. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse stammen aus einem Terra-X Bericht des ZDF; einer Recherche, die von Margot Käßmann kommentiert wurde.  Ich persönlich finde es erschreckend, wenn Theologen Thesen unterstützen, die nur eine Seite der Wahrheit zeigen.

JHWH ist der eigentlich unaussprechliche Name Gottes Israels im Tanach, der Hebräischen Bibel. Gott hat viele Namen, obwohl er nur Einer ist und deshalb gar keines Namens bedarf.
יהוה (JHWH)
Die genaue Aussprache ist nicht bekannt. Ob „Jahwe“ oder „Jehova“ richtig ist, vermag niemand zu sagen.

Die Kreuzigung Jesus steht parallel zum Passahfest, das das Ende der Welt von Ägypten symbolisiert. Es steht gleichzeitig als Symbol dafür, dass unsere materielle Welt vergänglich ist und eine neue, unvergängliche, entstehen soll.

Jesus Kreuzigung fand in Golgatha statt, was Schädelhöhe von aramäisch gûlgaltâ bedeutet. Der  Wortteil „gal“, Welle, Wasser, Strömung,  deutet auf eine Wandlung in der Zeit hin (nach Weinreb).

Das Leben endet nicht im Grab…in der Grube, in der kein Wasser ist. Sacharja (9-12) prophezeite bereits 500 Jahre vor Jesus Geburt, dass alles so kommen musste. Jesus hat uns durch seine Auferstehung das Verborgene sichtbar gemacht. Der Tod ist nur eine Wandlung, eine Transformation.
 
Gemälde von William Adolphe Bouguereau (1825-1905)
Die Überlieferung von Jesus Auferstehung erscheint Verstandesmenschen unsinnig. Das Verborgene im Menschen existiert im ewigen Sein, deshalb muss man das biblische Geschehen als ein von der Zeit losgelöstes, ewiges sehen.

Sollten wir nicht nachdenklich werden, wenn wir das Bild der Kreuzigung betrachten?!

(Joh 19:18-20/Matth 27, 31-37) ...und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen. Und als sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen aus Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm sein Kreuz trug. Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt Schädelstätte, ...und als sie ihn gekreuzigt hatten, ...setzten sie eine Aufschrift über sein Haupt mit der Ursache seines Todes:
Gemälde von Dietrich, Christian Wilhelm Ernst 1754

Die Überlieferung sagt, dass am Kreuz folgende Inschrift neben lateinischer und griechischer Sprache auch in Hebräisch angebracht war:

Jeshua Hanozri Wemelech Hajehudim
Was bedeutet: Jesus der Nazarener und König der Juden.

Formt man daraus das Akronym, wie im Lateinischen INRI, so stand am Kreuz der unaussprechbare, heiligste Name Gottes: JHWH, der allein von Hohepriestern im Allerheiligsten ausgesprochen werden durfte.

Zufall oder Zeichen?
Gott hat viele Namen,
nenn Ihn, wie du magst –
wenn du nur mit Inbrunst
aussprichst, was du sagst.

Hört nicht auch die Mutter
ihres Kindes Ruf,
ehe noch sein Seelchen
sich ein Wortbild schuf?

Gott spricht alle Sprachen. –
Doch wer schweigen kann,
steigt als goldne Flamme
selber himmelan…

von Ephides


 aus „Die Sendung Moses“ von Friedrich Schiller:
Unter einer alten Bildsäule der Isis las man die Worte: »Ich bin, was da ist«, und auf einer Pyramide zu Sais fand man die uralte merkwürdige Inschrift: »Ich bin alles, was ist, was war und was sein wird, kein sterblicher Mensch hat meinen Schleier aufgehoben.« Keiner durfte den Tempel des Serapis betreten, der nicht den Namen Jao - oder J-ha-ho, ein Name, der mit dem hebräischen Jehovah fast gleichlautend, auch vermutlich von dem nämlichen Inhalt ist - an der Brust oder Stirn trug; und kein Name wurde in Ägypten mit mehr Ehrfurcht ausgesprochen als dieser Name Jao…
Halleluja -  הַלְּלוּיָהּ (hallelu-Jáh) Jah, die Kurzform für JHWH.
Wörtliche Übersetzung: "Lobt Jah!"  (Wikipedia)

Sonntag, 24. März 2013

Es gibt sie noch...

die Sonne. Vor gut einer Woche habe ich auf meinem Balkon gesessen und mich von ihr bescheinen lassen. Das tat so gut!
Auftanken, draußen ganz entspannt Kaffee trinken und die Wärme genießen. 
Wenn man es lange Zeit vermisst hat, weiß man erst, wie gut das tut. 
Leider ist nichts auf der Welt selbstverständlich und von Dauer. 
Die Sonne hält sich längst wieder hinter den grauen Wolken versteckt.
Es herrschen eisige Temperaturen mit bitterkaltem Wind. 

Ich hatte mich hier ein wenig rar gemacht, zumal ich Euch nichts Neues zeigen konnte.
Außerdem gab es für mich unangenehme Untersuchungen im Krankenhaus; 
Gott sei Dank ohne Befund. 
Zur Ablenkung habe ich zwei Bücher gelesen und das dritte begonnen. 
Gestrickt weniger. Der Pullover ist noch immer in Arbeit. 

Es fehlte Zeit und Muße zum Kommentieren und ich hoffe, Ihr seht es mir nach.
Dazu fehlte die innerer Ruhe.
 Ich werde alles nachholen. 
Versprochen! 
 Immerhin ist der Halsausschnitt fertig; 
ein Ärmel ebenfalls.
An Sabine, die dieses wunderschöne Nadelkissen genäht hat: 
"Danke, für dieses hilfreiche und schöne Geschenk!"
Heute lasse ich den Sonntag ruhig angehen. 

Lasst es Euch gut gehen! 
Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag, der seinem Namen hoffentlich Ehre machen wird! 


Freitag, 8. März 2013

Komm bald wieder...

lieber Frühling, alles ist für Dein Bleiben gerichtet! 



Nun soll es wieder Winter werden, mit eisigen Temperaturen, wo doch der Himmel schon sein schönstes Blau zum Strahlen brachte. 



Vielleicht, wenn wir den Frühling ganz doll bitten...ob er dann schnell zurückkommt?



Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende...und vergesst nicht, die Blumen abzudecken, wenn der Frost zurückkommt! 

Lasst es Euch gut gehen und bleibt gesund! 

Samstag, 2. März 2013

Viel ist's noch nicht...

aber es wächst. Rückenteil fertig, Vorderteil begonnen. Mehr habe ich leider nicht zu zeigen...oder doch:


Der Frühling kommt. Eine schneefreie Welt hinter dem Haus. 
Ab und zu lässt sich die Sonne sehen.
Die Vögel werden nicht müde, das Futterhäuschen zu belagern. Ab und zu sehe ich das muntere Eichhörnchen mit vollem Maul übers Balkongeländer laufen.Wie schön! 


Ich wünsche Euch ein gemütliches Wochenende und Sonnenschein! 

Frühling von Alphonse Mucha
Frühlingsahnen
von Philipp Lingens (1885-1946)

Der Schnee ist fort, das Tal wird grün!
Was soll ich da noch klagen?
Bald fangen Blumen an zu blühn,
die Nachtigall wird schlagen.

Auch Bach und Fluss sind wieder frei,
so ganz wie meine Seele!
Wie ringt sich heut' die Melodei
so kühn aus meiner Kehle!

Sie bricht heraus wie Jubelsang,
als wollt' sie's allen sagen,
dass sie in Fesseln lag gar lang
bei all den trüben Tagen.

Doch jetzt ist ja die Zeit vorbei,
der Frühling kehret wieder,
mit ihm kommt dann der holde Mai,
der bringt uns neue Lieder.