Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Mittwoch, 27. März 2013

JHWH – Karfreitag-Gedanken

Beim letzten Bibelkreis erzählte uns unser Pfarrer, dass der Gott „Jahwe“ im 14. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung ein Gott der Viehhirten des Vorderen Orients gewesen sei. Als Schutzgott eines kleinen Nomadenvolkes sei er dann zum Nationalgott der Hebräer aufgestiegen und zuguterletzt ein Universalgott aller Völker geworden. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse stammen aus einem Terra-X Bericht des ZDF; einer Recherche, die von Margot Käßmann kommentiert wurde.  Ich persönlich finde es erschreckend, wenn Theologen Thesen unterstützen, die nur eine Seite der Wahrheit zeigen.

JHWH ist der eigentlich unaussprechliche Name Gottes Israels im Tanach, der Hebräischen Bibel. Gott hat viele Namen, obwohl er nur Einer ist und deshalb gar keines Namens bedarf.
יהוה (JHWH)
Die genaue Aussprache ist nicht bekannt. Ob „Jahwe“ oder „Jehova“ richtig ist, vermag niemand zu sagen.

Die Kreuzigung Jesus steht parallel zum Passahfest, das das Ende der Welt von Ägypten symbolisiert. Es steht gleichzeitig als Symbol dafür, dass unsere materielle Welt vergänglich ist und eine neue, unvergängliche, entstehen soll.

Jesus Kreuzigung fand in Golgatha statt, was Schädelhöhe von aramäisch gûlgaltâ bedeutet. Der  Wortteil „gal“, Welle, Wasser, Strömung,  deutet auf eine Wandlung in der Zeit hin (nach Weinreb).

Das Leben endet nicht im Grab…in der Grube, in der kein Wasser ist. Sacharja (9-12) prophezeite bereits 500 Jahre vor Jesus Geburt, dass alles so kommen musste. Jesus hat uns durch seine Auferstehung das Verborgene sichtbar gemacht. Der Tod ist nur eine Wandlung, eine Transformation.
 
Gemälde von William Adolphe Bouguereau (1825-1905)
Die Überlieferung von Jesus Auferstehung erscheint Verstandesmenschen unsinnig. Das Verborgene im Menschen existiert im ewigen Sein, deshalb muss man das biblische Geschehen als ein von der Zeit losgelöstes, ewiges sehen.

Sollten wir nicht nachdenklich werden, wenn wir das Bild der Kreuzigung betrachten?!

(Joh 19:18-20/Matth 27, 31-37) ...und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen. Und als sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen aus Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm sein Kreuz trug. Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt Schädelstätte, ...und als sie ihn gekreuzigt hatten, ...setzten sie eine Aufschrift über sein Haupt mit der Ursache seines Todes:
Gemälde von Dietrich, Christian Wilhelm Ernst 1754

Die Überlieferung sagt, dass am Kreuz folgende Inschrift neben lateinischer und griechischer Sprache auch in Hebräisch angebracht war:

Jeshua Hanozri Wemelech Hajehudim
Was bedeutet: Jesus der Nazarener und König der Juden.

Formt man daraus das Akronym, wie im Lateinischen INRI, so stand am Kreuz der unaussprechbare, heiligste Name Gottes: JHWH, der allein von Hohepriestern im Allerheiligsten ausgesprochen werden durfte.

Zufall oder Zeichen?
Gott hat viele Namen,
nenn Ihn, wie du magst –
wenn du nur mit Inbrunst
aussprichst, was du sagst.

Hört nicht auch die Mutter
ihres Kindes Ruf,
ehe noch sein Seelchen
sich ein Wortbild schuf?

Gott spricht alle Sprachen. –
Doch wer schweigen kann,
steigt als goldne Flamme
selber himmelan…

von Ephides


 aus „Die Sendung Moses“ von Friedrich Schiller:
Unter einer alten Bildsäule der Isis las man die Worte: »Ich bin, was da ist«, und auf einer Pyramide zu Sais fand man die uralte merkwürdige Inschrift: »Ich bin alles, was ist, was war und was sein wird, kein sterblicher Mensch hat meinen Schleier aufgehoben.« Keiner durfte den Tempel des Serapis betreten, der nicht den Namen Jao - oder J-ha-ho, ein Name, der mit dem hebräischen Jehovah fast gleichlautend, auch vermutlich von dem nämlichen Inhalt ist - an der Brust oder Stirn trug; und kein Name wurde in Ägypten mit mehr Ehrfurcht ausgesprochen als dieser Name Jao…
Halleluja -  הַלְּלוּיָהּ (hallelu-Jáh) Jah, die Kurzform für JHWH.
Wörtliche Übersetzung: "Lobt Jah!"  (Wikipedia)

Kommentare:

  1. Meine liebe Gisela,
    wie froh bin ich über deinen Post - sah ich doch diese Sendung auch und ... naja ... war frustriert ob der skurilen "Erkenntnis"!

    Danke für die Arbeit des klärenden Aufschreibens hier.
    Danke auch für deine lieben Worte Anfang auf meinem Blog.

    Ich wünsche dir gute Tag bis Ostern.

    Herzlichst grüßt dich Gisa.

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    1. So sehr die Wissenschaft auch versucht, Gott zu analysieren, er entzieht sich ihren Blicken. Es heißt doch "glauben"! Was würde unsere Sehnsucht wecken, wenn wir die globale Sicht über alle Dinge hätten?! Die Welt kann den Geist der Wahrheit nicht empfangen. Joh. 14,17 Sie fragen wie damals Pilatus: "Was ist Wahrheit?"

      Ich wünsche Dir eine segensreiche Zeit!

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  2. Ich wünsche Dir einen angenehmen Karfreitag, liebe Gisela!
    Es wird draussen schon wieder WEISS!
    LG Gisela

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  3. Liebe Gisela, ich wünsche dir schöne Osterfeiertage, mach´s dir gemütlich. Bei mir wird auch alles sehr entspannt sein. Dein Pullover wird übrigens wundervoll. Ganz mein Geschmack, auch die Farbe . Du kannst so schön stricken....
    Ganz liebe Grüße sende ich dir
    Katrin

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