Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Samstag, 16. Februar 2013

Noch immer ist‘s Winter…

"Diogenes" Gemälde von Jean Léon Géròme (1824-1904)
und es soll wieder kälter werden. Im Moment sind die Straßen schneefrei. Da habe ich den Weg Richtung Niederrhein gewagt und mich beim Biobauern mit Rind- und Hühnerfleisch eingedeckt. Da ich nicht viel Fleisch esse, reicht das fürs nächste Vierteljahr. Ich koche generell alles frisch, deshalb betrifft mich der neueste Fleischskandal nur am Rande. Aber was sollen die armen Leute machen, die auf solche Fertigprodukte angewiesen sind, um über den Monat zu kommen?
Man hat das Gefühl, der Globus gerät immer mehr ins Trudeln. Nur noch „schräge“ Machenschaften, egal wohin man schaut. War das schon immer so? An manchen Tagen gibt es so viele Schatten, dass man die Sonne nicht mehr sehen kann. Warum ist das so? Kann Freude und Glück nur sein, wenn zuvor Angst und Schrecken herrschen? Das Böse ist allgegenwärtig! Warum? Während mich das Gute erfreut, zucke ich vor dem Bösen schaudernd zurück. Beides ist in der Welt und beides ist in uns allen, und es kommt von Gott!
Jesaja 45, 6+7: „Ich habe die Finsternis erschaffen und das Licht gebildet, ich habe das Böse erschaffen und das Gute gebildet, ich selber.“
Leid formt die Seele. Beides, Gutes und Böses sind Bausteine unseres Lebens. Nehmen wir dieses Geheimnis mit auf den Weg!

Philosophische Gedanken am Samstagnachmittag zu Hause. Warum? Weil ich meilenweit gefahren bin und keine Wolle gefunden habe. *grummel* Es gibt in Duisburg nur noch ein einziges Geschäft und das ist am anderen Ende der Stadt. Ziemlich dumm gelaufen! Gleich bestelle ich welche übers Internet.

Danke für Eure lieben Kommentare bei all meinen Posts! 
Kommt gut und gesund übers Wochenende! Macht es Euch gemütlich, wenn es draußen wieder mal stürmt und schneit. 



So übermütig sinken die Flocken
des Schnees und so dicht,
dass sie den Baum verdrängen
und jedes Ding, das in den Weg sich stellt,
O wunderlicher Abgrund,
in den die Welt versinkt
und nicht mehr von sich weiß,
wie sie einst war,
 und nur noch fühlt,
wie sie sich wirbelnd
ineinander schlingt,
gestaltlos in sich selbst ertrinkt.
von Carl Peter Fröhling

Kommentare:

  1. Liebe Gisela
    Was für schöne Errinnerungen, ist das nicht der Zauberer von Oz?
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag!
    Liebe Grüsse maggy

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  2. liebes Giselchen,
    und was schrieb uns Werther in seinem Brief;
    Wenn wir immer ein offenes Herz hätten, das Gute zu genießen, das uns Gott für jeden Tag bereitet, wir würden alsdann auch Kraft genug haben, das Übel zu tragen, wenn es kommt".

    Winter, Schnee und Sonnenschein........so ist es und die Welt wird sich nicht ändern, solange sie sich dreht.

    Ein Skandal nach dem anderen, nur gut, daß es mich nicht berührt, diese Fleisch Sucht…

    - ich bewundere lieber unsere Tiere auf den Wiesen und im Wald,
    und deine schöne Musik, die du ausgesucht hast…………
    viele liebe Grüße von Jasmin

    P.S. warum quält die Sicherheitsabfrage? viele Versuche! Grüßle

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    1. Ja, der Werther hat Recht. Ich freue mich täglich auf die Fortsetzung des Romans.

      Seltsamerweise richtet sich unserer Augenmerk immer mehr auf das Schlechte dieser Welt, wo es doch auch viel Gutes gibt.

      Ich habe die Sicherheitsabfrage abgestellt und hoffe, es kommen nicht wieder so viele Spams.

      Liebe Grüße♥

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  3. Liebe Gisela,
    ich grüß dich auch schön an diesem Sonntag.
    Ganz dunkel ist er von der Fülle der Wolken. Ab und zu schneit es und es ist so kalt ...
    Gut, wir haben ja tatsächlich noch Winter, gell? Das sollte man bedenken - aber das Herz sehnt sich schon so nach den wärmeren Temperaturen.

    Deinen Gedanken kann ich gut folgen.
    Vieles macht ratlos.
    Gott sagt einmal, dass seine Gedanken nicht unsere sind; bedeutet soviel, als dass wir sie nicht verstehen können - Gott ist so viel mehr als der Mensch - da heißt es: vertrauen und glauben. Ohne zu sehen. (Später werden wir wissen.)

    Es gibt wohl auch ein Vergleichsbild: Wenn etwas ausgepresst wird, kommt am Ende Gutes hervor - siehe die Weinpresse. So ist es wohl auch mit dem Menschen? Wenn er unter Lasten geht, sich an Gott/Jesus wendet, wird er Hilfe bekommen ...

    Wichtig ist, finde ich, nicht zu verzweifeln.
    Und wenn wir das alles sehen, so erheben wir unsere Häupter, denn die Erlösung ist nahe - steht auch ... in Jesaja? Müsste gucken ...

    Ich wünsche dir aber DENNOCH ganz viel Freude ins Herz, ins Gemüt - auch wenn das mit der Wolle nicht so geklappt hat (DROPS hat übrigens eine neue Wolle im Sortiment: *DROPS love you* [50g/2€!!!] - ein Gemisch aus Alpaka+Wolle [http://www.garnstudio.com/lang/de/dropslovesyou.php?id=3]).

    Liebe Grüße von Gisa.

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