Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Das Töten der Kinder...


Heutzutage ist es leider nicht verwunderlich, wenn Menschen die Weihnachtsgeschichte um die Geburt Jesus nicht mehr kennen. Oder sie wollen von diesen Überlieferungen nichts wissen, weil der Zeitpunkt der Historie gar nicht stimmen kann. Es sind immer „nur“ Bilder, die uns die Heiligen Schriften zeigen wollen. Man muss ein paar Schritte zurücktreten, um diese Bilder genauer betrachten zu können.


Die frohe Botschaft von Jesus Geburt wird überschattet von einer schrecklichen Geschichte: Herodes ließ alle bis zwei Jahre alten Knaben töten, aus Angst, seine weltliche Macht zu verlieren. Joseph, wurde im Traum vom „Engel des Herrn“ aufgefordert, mit Maria und dem neu geborenen Kind nach Ägypten zu fliehen und dort zu bleiben, bis Herodes gestorben sei.

Diese schreckliche Geschichte der Bibel zeigt ein grausames Bild, das Historiker bislang nicht bestätigen konnten. Wie denn auch? Es sind nur Bilder, in denen sich eine ähnliche Geschichte des Alten Testamentes wiederholt!

Wenn Kinder neu geboren werden, sind sie noch sehr mit dem Jenseitigen verbunden, mit der Sphäre, die uns der „gesunde Menschenverstand“ im Laufe des Lebens immer wieder auszureden versucht. Kleine Kinder „sehen“ aus dieser jenseitigen Verbindung heraus oft viel mehr, als Erwachsene es wahrhaben wollen.

Biologisch stammt der Mensch von seinen Eltern ab, aber seine Seele stammt von Gott ab, vom Jenseits. Das Weltliche, Materielle, wird in der Bibel immer als ein Bild von Ägypten gezeigt. Nach der Geburt geht die Seele quasi in die Verbannung – nach Ägypten – solange, bis sie gar nichts anderes mehr kennt. 

Das, was wir als Seele bezeichnen, ist der Bereich des Kindes, ganz gleich wie alt der Mensch auch sein mag. Dieses Kindsein bildet die Verbindung zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. 
Auch heute noch tötet König Herodes die Kinder zur Zeit der Geburt des Erlösers im übertragenen Sinn. Dazu geht er in jedes Haus! Das bedeutet, ganz gleich, ob der Mensch 100 Jahre alt ist oder nur 20 oder 50 – das Kind in ihm wird getötet und von der jenseitigen Sphäre getrennt. Fortan kann der Mensch nicht mehr verstehen, weshalb die Welt so gegensätzlich ist. Es macht alles keinen Sinn mehr. Gott scheint dann fern und fremd zu sein. Die Welt des Materiellen (Herodes) tötet das Kind (die Seele) in uns!  

Jesus muss als KIND geboren werden, weil er den Eintritt von Jenseits ins Diesseits miterleben muss. Er bleibt jedoch vom Herodes-Mord verschont, weil ihn das Weltliche nicht bezwingen kann!

Der Weg nach Ägypten, im Hebräischen: „nach unten“, ist demnach der Weg eines jeden Menschen, und die Erlösung fängt eigentlich dort an. Gott schenkt uns die Erlösung aus Ägypten, indem er selbst den Weg nach unten geht. Er geht, um sich selbst zu opfern, damit wir ihm wieder Näherkommen können. Himmel und Erde verbinden... das Erkennen dieser Einheit ist das Glück des Lebens und dessen Sinn. (Gedanken von Friedrich Weinreb aus seinem Buch "Innenwelt des Wortes im Neuen Testament")

Ich wünsche Euch ein besinnliches, frohes Weihnachtsfest!  





Kommentare:

  1. Liebe Gisela,
    wie tief diese Gedanken in der heutigen Zeit von den Menschen versucht werden zu erkennen, zu verstehen und anzunehmen. Das Geschehen in der Welt zeigt es immer wieder, ohne Ende.

    In aller Stille „der Heilige Abend“, als etwas Besonderes und Nachdenkliches in dieser Zeit.

    einen besinnlichen Heiligen Abend, Freude am Licht des Himmels und ein kleiner Engel mit Geschenken,
    liebe Grüße von Jasmin

    Danke für den Schritt zurück,
    zwei schöne Bilder!

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  2. Liebe Gisela,

    schön das du mit uns diese tiefsinnigen Worte teilst, die einen zum Nachdenken anregen! Es zeigt sich immer wieder wie wahr diese Worte doch sind!
    Hab einen schönen Heilig' Abend mit Einkehr, Ruhe und Besinnung und mit einem Besuch von dem uns als Kind bereits lieb gewonnenen kleinen Engelein im weißen Kleidchen!

    Herzliche Grüße
    Farbenzauberin

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  3. Ich wünsche Dir einen schönen Abend, liebe Gisela und viel Ruhe!
    Die Bilder gefallen mir sehr gut!!!!!
    LG Gisela

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  4. Liebe Gisela
    Ich wünsche dir auch eine besinnliche, frohe Weihnachtszeit,
    lass es dir gut gehen!!
    Liebe Grüsse maggy

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  5. Liebe Gisela ja die Menschen vergessen heute sehr viel nieman sieht das Leid des Anderen jeder denkt nur noch ansich.Mit dem Wohlstand kam auch das Vergessen leider . Heute gibt es soviel Leid und die Meisten schauen weg.Ich möchte dir auch ein gesegnetes Wihnachtsfest wünschen und das du dich Zuhause fühlst in deiner Neuen Umgebung sei ganz herzlich gegrüßt von mir Karin

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  6. Liebes Giselchen, ich soll dir Grüße übermitteln meiner Tochter, die in Ägypten lebt und letzten Dienstag ein Mädchen geboren hat, wir sind sehr berührt wie DU dies uns hier erzählst. Es hat sich wenig geändert auch heute noch Volkszählungen (Wahlen genannt. Aber Mädchen sind genauso willkommen wie Buben. Mein Schwiegersohn ist ganz verliebt in seine Tochter. Und ich freue mich schon darauf mein altes altes Alter dort zu verbringen.
    Komm zu uns Mama, sagt meine Tochter , wenn du alt und gebrechlich bist, hier bist du bei uns und wir lassen dich in den Himmel gehen. Frohe Weihnachten Deine Kräuterfee und ich bin so froh wieder bei dir zu lesen und es geht mir ins Herz.

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  7. Życzę radosnych i spokojnych
    Świąt Bożego Narodzenia
    oraz wszystkiego najlepszego
    w Nowym Roku 2013.

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