Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Donnerstag, 5. April 2012

Gründonnerstag...

Das letzte Abendmahl

Heute, am Gründonnerstag, gedenken wir dem letzten Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern einnahm, aber auch seiner angstvollen Gebete im Garten Gethsemane und des darauf folgenden Verrats durch Judas. Aber es gab nur diesen Weg für Jesus! Sein Leidensweg musste beginnen, denn er war das „Lösegeld für viele“ Mk 10,45.

Was ist denn damit gemeint? Viele Menschen warten doch immer nur auf einen Erlöser im Außen, der das Leid in der Welt wegnimmt und ihnen ein angenehmes Leben macht. Aber es ist ganz anders. Erlösung kommt niemals von außen und wird nicht geschenkt. Erlösung ist ein harter innerlicher Prozess. 

Kennt jemand von Euch „Das christliche Adambuch des Morgenlandes“? Es wurde etwa im 4. Jahrhundert n. Chr. geschrieben. Darin ist von einem Bund zwischen Adam und Gott zu lesen, geschlossen nach der einstigen Vertreibung aus dem Paradies. Zitat: „…Denn sie waren in dem schönen Lande des Gartens mit allen den Bäumen gewesen und sahen sich nun in einem fremden Lande, das sie nicht kannten [..]; auch waren sie noch voll von den Gnadengaben des Lichtreiches und hatten noch keine Herzen (Sinne) für das irdische Wesen.“

Die ersten Menschen waren verzweifelt! Doch Gott hatte Erbarmen und tröstende Worte: Zitat: „Ich habe über diese Erde verordnet Tage und Jahre; Du (Adam) wirst auf ihr sein und wandeln bis dass ich am Ende jener Jahre und Tage mein Wort senden werde, dasselbe das dich geschaffen hat und das du übertreten hast und das dich auch aus dem Garten ausgetrieben und als du niedergefallen warst, aufgerichtet hat; dieses selbe wird dich auch erlösen am Ende von 51/2 Tagen.“ Mit dieser Zeitangabe waren nach biblischem Maßstab 5.500 Jahre gemeint. Gott legte den ersten Menschen demnach die Erlösung schon mit in die Wiege hinein.

Doch wie müssen wir das verstehen? Bereits die Weisen aus dem Morgenland brachten dem Christuskind Geschenke, die Gott Adam, nach der alten Schrift, ebenfalls von seinen Engeln überbringen ließ. Drei Zeichen dieses Bundes übergab er ihnen und sprach: Zitat: „Denn ich werde kommen und dich erlösen, und Könige werden bei meiner Fleischwerdung Gold, Weihrauch und Myrrhen bringen. Gold zum Zeichen meines Reiches, Weihrauch zum Zeichen meiner Gottheit, und Myrrhen zum Zeichen meines Leidens und Sterbens.“

Gott versprach auch: „Ich werde dich und die Gerechten deiner Nachkommen in die Himmel hinaufbringen, und dir und ihnen die Ruhe geben, um die du jetzt bittest. Wenn du aber sagst: „gib mir Wasser des Lebens“, damit du trinkest und lebest, so geschieht das nicht heute, sondern erst an dem Tage, da ich in das Totenreich (Scheol) hinabsteigen, und die ehernen Pforten sprengen und die eisernen Tiegel brechen und deine Seele und die Seelen der Gerechten nach meiner Barmherzigkeit erlösen werde zu der Ruhe in meinem Garten, bis zum Ende der Vollendung der Welt. [..]das Wasser des Lebens wird Dir heute nicht gereicht, sondern an dem Tage, da ich mein Blut über deinem Haupte vergießen werde auf der Golgatha-Erde; denn mein Blut wird für dich in jener Stunde zu einem Wasser des Lebens werden und nicht für Dich allein, sondern für alle deine Nachkommen, die an mich glauben; denn darin werden sie Ruhe und Leben haben in Ewigkeit.“

Gott hat dafür gesorgt, dass es keinen endgültigen Tod mehr gibt! Das besagt der vor urewigen Zeiten geschlossene Bund. Auch im niedrigsten Bewusstsein wird das göttlich-schöpferische Selbst einmal auferstehen und den leidenden Menschen erlösen. Durch Jesus Opfer können wir nach Hause zurückkehren! Siehe dazu auch die Lehren des Origenes

Lasst uns also nicht voller Entsetzen auf den Karfreitag schauen, sondern auf die darauf folgende Wandlung! Wie würde es Gott freuen, wenn wir Jesus endlich von den Kreuzen dieser Erde nehmen würden!
Jesus im Garten Gethsemane
Das Kreuz steht als symbolisches Bild für den Menschen in seiner Körperlichkeit, der seinen Verstand dazu nutzt, um sein materielles Wesen zu befriedigen. Auf diesem Kreuzsymbol ist das ihm verborgene, innewohnende göttliche Selbst gekreuzigt und in seiner Macht eingeschränkt. Es bleibt verborgen, solange es an den zwei Balken der dreidimensionalen Welt von Zeit und Raum hängt und daran stirbt.

ICH WÜNSCHE EUCH EIN GESEGNETES OSTERFEST !

Kommentare:

  1. Danke für die wunderbaren Worte. Dir auch ein schönes Osterfest.
    Herzliche Grüße
    Eva

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Gisela,
    hab Dank für diese Zeilen! Überhaupt für deinen poesiereichen herzwärmenden Blog! Werde gern weiter- und auch tieferlesen bei dir.
    Lichtbringende Ostertage wünsche ich auch dir
    Herzliebe Grüße
    tüftelchen

    AntwortenLöschen
  3. Vielen Dank für deine besinnlichen Zeilen, liebe Gisela.
    Ich wünsche dir auch eine schöne, angenehme Osterzeit!
    Liebe Grüsse maggy

    AntwortenLöschen
  4. liebe Gisela,
    Danke für die Darstellung der Bilder, den gedanklichen Feinheiten, über die Osterzeit und Bedeutung,
    das Symbol des Kreuzes,
    der Raum zwischen Himmel und Erde, als göttliche Verbindungen Mensch und der Welt, ein Symbol der Ewigkeit

    liebe und herzliche Grüße von Jasmin

    AntwortenLöschen
  5. Lieben Dank Gisela für diese Zeilen.
    Ich wünsche dir ein gesegnetes Osterfest!
    Herzliche Grüße Crissi

    AntwortenLöschen
  6. Zeit und Raum sind der Vorhang, hinter dem das Geheimnis des Lebens verborgen liegt.
    Danke Dir, liebe Gisela!
    Frohe Ostern!

    AntwortenLöschen
  7. Ich wünsche Dir schöne Ostertage, liebe Gisela!
    LG Gisela

    AntwortenLöschen
  8. Danke liebe Gisela für diese Zeilen

    Herzliche Grüsse und frohe Ostern

    Eleonora

    AntwortenLöschen