Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Dienstag, 3. Januar 2012

Der Stern von Bethlehem...

Mat 2,1-2: „Als Jesus in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes zur Welt gekommen war, da kamen Sterndeuter aus dem Morgenland nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihm zu huldigen.“

Die Bibelwissenschaftler rätseln immer noch über Ursprung und Entstehung des Alten Testamentes. Die Thora wurde seit jeher teils in Abschriften, teils mündlich überliefert. Die älteste erhaltene Abschrift des Alten Testamentes stammt aus dem Jahr 1008 n. Chr. Kernstück - Pentateuch genannt – sind die 5 Bücher Moses.

Jesus erschien im Weltlichen im Jahr 3.760 nach der Schöpfung. Wie ist es möglich, dass bereits Bileam, ein um ca. 800 v. Chr. am Euphrat lebender Seher und Prophet, den „Stern von Bethlehem“ beschrieb?  

4. Mose 24, 17: „Ich sehe ihn, doch nicht schon jetzt, ich erschaue ihn, doch nicht schon nah: Es geht auf ein Stern aus Jakob.“

Hier kann man deutlich den Irrsinn erkennen, diesen "Stern" astronomisch, als einen Kometen am Firmament, vielleicht sogar wissenschaftlich, belegen zu wollen, denn Jesus Christus ist „der Stern aus Jakob“.

Die heil’gen Drei Könige
von Heinrich Heine

Die heil’gen Drei Könige aus dem Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
"Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?"

Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht,
die Könige zogen weiter,
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern bleibt stehn über Josefs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
die heil’gen Drei Könige sangen.

  

„Wenn in einer Sprache Freude und Leid erlebt werden kann, dann nur, weil die Sprache eine jenseitige Dimension besitzt, um das Innere zu fassen. Wenn große Gedichte und ergreifende Prosa in einer Sprache entstehen, dann nur, weil die jenseitige Facette mit in der Sprache lebt.
So geht es mir immer darum, das Heilige, das Ewige in der hebräischen Sprache aufzuspüren, also dem Namen »Hebräisch« im Hebräischen gerecht zu werden (Hebräisch = ewer = jenseitig, vom Jenseits kommend). Jedes andere Motiv wäre Überheblichkeit, würde alles gleich, weil Lüge, verderben können. Ich denke deshalb an das Pfingstwunder in der Apostelgeschichte des Lukas, wo in Jerusalem doch alle Sprachen verstanden werden. Und Lukas bedeutet doch im Griechischen Leuchte, Licht.“

Friedrich Weinreb aus: "Innenwelt des Wortes im Neuen Testament"

Kommentare:

  1. Hermoso y tierno blog con poemas preciosos que llenan tus sentidos de paz y sensibilidad. Un bello paseo por un jardín de palabras de gran belleza.
    Saludos.

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  2. liebe Gisela,
    „ Der Stern der Weisen“ hier hast du feine Überlegungen,
    …schön das Heine Gedicht,
    ich weiß nicht, ob in deiner Gegend die Sternsinger in diesen Tagen unterwegs sind, thematisch dreht es sich um Kinderrechte in der ganzen Welt.
    Hier in meiner Gegend ist es nicht gebräuchlich.

    mit lieben Grüßen und Danke, Jasmin

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  3. Danke, Josep, für Deine lieben Worte! Ich hoffe, Du hast Freude hier.

    Liebe Jasmin, hier sind die Sternsinger unterwegs. Ein Brauchtum, das ich mag.

    Herzliche Grüße!

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  4. Liebe Gisela,
    ich lese immer wieder in Deinem Blog, auch blättere ich sehr gerne zurück und finde Deine Engelbilder wunder-wunderschön.
    Danke dafür.
    Herzlichst
    Eva

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  5. Danke, Eva! Ich mag Glanzbilderengel sehr gerne und freue mich, wenn Du sie auch magst.

    Liebe Grüße!

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  6. Liebe Gisela,
    wie gern habe ich jetzt Deinen Post gelesen.
    Wie toll Du es erfasst und geschildert hast.
    Das wusste ich noch gar nicht, das Häbräisch jenseitig bedeutet. Interessant!
    (Die Sorache von Gott? ...)

    Bileam, der das Wissen, die Hoffnung von Gott bekam ...
    Gell, das können nur Glaubende *wissen*, und selbst der Glaube wird uns - wie Paulus sagt - geschenkt.
    Das soll nicht überheblich klingen, sondern jeder darf das Angebot des Glaubens annehmen.
    Es steht liebevoll zur Verfügung.

    Nochmals lieben Dank für diesen Stern!

    Ich wünsche Dir natürlich von Herzen Gottes guten Segen für Dein neues Jahr 2012. Möge es so werden, wie es für Dich gut, tragbar und hilfreich ist.

    Herzlichst, Gisa

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  7. Liebe Gisa, es ist schön, von Dir zu lesen!

    Glaube, Liebe und Hoffnung sind große Geschenke. Irgendwann denkt man, dass der Glaube (auch ein Atheist glaubt!) zum Wissen geworden ist. Manchmal folgt man einem Irrglauben, doch jeder Irrweg wird irgendwann zum Erkenntnisweg werden.

    Die Wahrheit findet immer ihren Weg in ein suchendes Herz.

    Herzliche Grüße und Dankeschön! Folgen wir dem Stern!

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  8. liebe Gisela,
    so ein schöner Post! Hier kann man so viel überlegen! Auch das Gedicht von Heinrich Heine ist sehr schön! So viele Gedanken!
    Herzlichst,Nadja

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  9. Die Nazca-Kultur und der Stern von Bethlehem

    Wie in vielen Kulturen verehrten die Ureinwohner Südamerikas die Sonne als Gottheit. Es entwickelte sich die Kunst, Bilder in den Boden zu scharren, bis vor 2000 Jahren etwas geschah, das einen Boom bei den Nazca-Linien auslöste. Eines Abends flog ein Asteroid über Peru in Richtung Norden, wobei er vor seinem Aufprall in viele Teile zerbrach. Für die Menschen musste dies wie ein Besuch ihres Sonnengottes wirken, der unerwartet aus dem Dunkel aufgetaucht und auf der Erde gelandet war.

    Wenn ein Asteroid vor 2000 Jahren über Peru gerast sein sollte, musste er im Norden Südamerikas aufgeschlagen sein. Und in der Nähe von Bogota liegt der Guatavita-See, der durch einen Meteoriteneinschlag vor über 2000 Jahren entstanden ist. Die Region ist übersät mit Krater und Kratergewässer, die als heilig galten, wobei der Guatavita-See für die Einheimischen noch heute ein heiliger See ist, der die Ankunft des "goldenen Gottes" symbolisiert, der am Grund des Sees leben soll.

    Zu den Einschlägen in Kolumbien vor mehr als 2000 Jahren ergibt sich eine historische Parallele. Dieser Asteroid ist offenkundig der sogenannte Stern von Bethlehem. Wahrscheinlich sind die Gesteinsbrocken zur damaligen Spätherbstzeit der Nordhalbkugel um etwa 18 Uhr in Kolumbien detoniert. Zur selben Zeit wurde in Palästina, wo bereits Mitternacht herrschte, jener steil aus dem Weltraum über Südamerika einfallende Asteroid beobachtet, der mehrere Minuten lang das Dunkel erleuchtete. Wegen dieses Himmelsschauspiels sind Gelehrte ("Weise aus dem Morgenland") aus Babylon (südlich von Bagdad) nach Westsüdwest (genau in Richtung des Aufprallortes in Kolumbien) zum Toten Meer bis nach Bethlehem gewandert, wo das Leuchten am Nachthimmel ebenfalls registriert wurde. Vgl. These im Buch: "Dinosaurier – kosmisch ausgebombt" (auch im Web).

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