Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Samstag, 29. Dezember 2012

Wenn etwas Neues entsteht...

sollte man es der Welt zeigen!

Vor Weihnachten bin ich beim Durchstöbern meiner Wollbestände auf dieses herrlich weiche Garn gestoßen. Viel zu schade, um es in der Kiste zu lassen! Da ich bereits den ersten Ärmel halb geschafft habe, Vorder- und Rückenteil fertig sind, denke ich, dass die Wolle reichen wird. 

200 g LANA GROSSA "Luxor" (150 m Lauflänge) sind noch vorhanden. Ich habe ein einfaches Muster gewählt, das jeweils im Bereich der unteren Pullover- und Ärmelränder beginnt. Wenn alles fertig gestrickt ist, werde ich den Ajourbereich dämpfen, damit die Spitze gut zur Geltung kommt. 



Ansonsten hat mich der Arbeitsalltag wieder, und ich muss gestehen, dass mir zu viele Feiertage gar nicht gut tun. 

Fotos von einem heutigen Spaziergang will ich Euch nicht vorenthalten, denn hier ist Land unter! 
Foto: Gisela Seidel 
Fußweg auf den Damm 
Foto: Gisela Seidel
 Die Fabriken befinden sich auf der anderen Rheinseite. 
Leider kann man sie nicht weg retuschieren. 
Foto: Gisela Seidel
 Die Obstwiesen stehen unter Wasser.
Foto: Gisela Seidel

Foto: Gisela Seidel
 Rechts, im Hintergrund, die Dorfkirche. 
Foto: Gisela Seidel

Foto: Gisela Seidel
Zurück nach Hause.

Foto: Gisela Seidel
Der Weihnachtsbaum steht noch bis Ende nächster Woche. 
Vieles ist bereits wieder im Keller verstaut. 

Mögen Euch alle Pläne im kommenden Jahr gelingen, 
all Eure Wünsche in Erfüllung gehen! 

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr,
Gottes Segen, Gesundheit und Wohlergehen! 


WÜNSCHE
von Gisela Seidel 

Ich möcht' aus deiner Seele lesen,
erfühl'n die Göttlichkeit in ihr,

möchte als unerkanntes Wesen,
die Rose sein, vor deiner Tür,

möchte dich in Gedanken halten,
zum Tanze nah dich wiegend schwingen

und dir die Blume für dein Haar
aus dem verbot'nen Garten bringen.

Möchte im Mondschein dich bezaubern,
mit Sternen, die am Himmel tanzen,

dir nur die schönsten aller Rosen
in deine Herzenslaube pflanzen.

Möchte dein Narr sein und dein Held,
der treu und schützend dich umgibt,

der dich aus unsichtbarer Welt
bereits seit Ewigkeiten liebt.

Will sanft dich sicher halten,
wenn du zu fallen drohst.

Möcht' deinen Weg begleiten,
ewig und grenzenlos. 

Sonntag, 23. Dezember 2012

Am Weihnachtstag...


Von Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)


Still ist die Nacht; in seinem Zelt geborgen,
der Schriftgelehrte späht mit finstren Sorgen,
wann Judas mächtiger Tyrann erscheint;
den Vorhang lüftet er, nachstarrend lange
dem Stern, der gleitet über Äthers Wange,
wie Freudenzähre, die der Himmel weint.

Und fern vom Zelte über einem Stalle,
da ist's, als ob aufs nied're Dach er falle;
in tausend Radien sein Licht er gießt.
Ein Meteor, so dachte der Gelehrte,
als langsam er zu seinen Büchern kehrte.
O weißt du, wen das niedre Dach umschließt?

In einer Krippe ruht ein neugeboren
und schlummernd Kindlein;
wie im Traum verloren
die Mutter kniet, Weib und Jungfrau doch.
Ein ernster, schlichter Mann
rückt tief erschüttert
das Lager ihnen; seine Rechte zittert
dem Schleier nahe um den Mantel noch.

Und an der Türe stehn geringe Leute,
mühsel'ge Hirten, doch die ersten heute,
und in den Lüften klingt es süß und lind,
verlor'ne Töne von der Engel Liede:
„Dem Höchsten Ehr'
und allen Menschen Friede,
die eines guten Willens sind!"



Mittwoch, 19. Dezember 2012

Das Töten der Kinder...


Heutzutage ist es leider nicht verwunderlich, wenn Menschen die Weihnachtsgeschichte um die Geburt Jesus nicht mehr kennen. Oder sie wollen von diesen Überlieferungen nichts wissen, weil der Zeitpunkt der Historie gar nicht stimmen kann. Es sind immer „nur“ Bilder, die uns die Heiligen Schriften zeigen wollen. Man muss ein paar Schritte zurücktreten, um diese Bilder genauer betrachten zu können.


Die frohe Botschaft von Jesus Geburt wird überschattet von einer schrecklichen Geschichte: Herodes ließ alle bis zwei Jahre alten Knaben töten, aus Angst, seine weltliche Macht zu verlieren. Joseph, wurde im Traum vom „Engel des Herrn“ aufgefordert, mit Maria und dem neu geborenen Kind nach Ägypten zu fliehen und dort zu bleiben, bis Herodes gestorben sei.

Diese schreckliche Geschichte der Bibel zeigt ein grausames Bild, das Historiker bislang nicht bestätigen konnten. Wie denn auch? Es sind nur Bilder, in denen sich eine ähnliche Geschichte des Alten Testamentes wiederholt!

Wenn Kinder neu geboren werden, sind sie noch sehr mit dem Jenseitigen verbunden, mit der Sphäre, die uns der „gesunde Menschenverstand“ im Laufe des Lebens immer wieder auszureden versucht. Kleine Kinder „sehen“ aus dieser jenseitigen Verbindung heraus oft viel mehr, als Erwachsene es wahrhaben wollen.

Biologisch stammt der Mensch von seinen Eltern ab, aber seine Seele stammt von Gott ab, vom Jenseits. Das Weltliche, Materielle, wird in der Bibel immer als ein Bild von Ägypten gezeigt. Nach der Geburt geht die Seele quasi in die Verbannung – nach Ägypten – solange, bis sie gar nichts anderes mehr kennt. 

Das, was wir als Seele bezeichnen, ist der Bereich des Kindes, ganz gleich wie alt der Mensch auch sein mag. Dieses Kindsein bildet die Verbindung zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. 
Auch heute noch tötet König Herodes die Kinder zur Zeit der Geburt des Erlösers im übertragenen Sinn. Dazu geht er in jedes Haus! Das bedeutet, ganz gleich, ob der Mensch 100 Jahre alt ist oder nur 20 oder 50 – das Kind in ihm wird getötet und von der jenseitigen Sphäre getrennt. Fortan kann der Mensch nicht mehr verstehen, weshalb die Welt so gegensätzlich ist. Es macht alles keinen Sinn mehr. Gott scheint dann fern und fremd zu sein. Die Welt des Materiellen (Herodes) tötet das Kind (die Seele) in uns!  

Jesus muss als KIND geboren werden, weil er den Eintritt von Jenseits ins Diesseits miterleben muss. Er bleibt jedoch vom Herodes-Mord verschont, weil ihn das Weltliche nicht bezwingen kann!

Der Weg nach Ägypten, im Hebräischen: „nach unten“, ist demnach der Weg eines jeden Menschen, und die Erlösung fängt eigentlich dort an. Gott schenkt uns die Erlösung aus Ägypten, indem er selbst den Weg nach unten geht. Er geht, um sich selbst zu opfern, damit wir ihm wieder Näherkommen können. Himmel und Erde verbinden... das Erkennen dieser Einheit ist das Glück des Lebens und dessen Sinn. (Gedanken von Friedrich Weinreb aus seinem Buch "Innenwelt des Wortes im Neuen Testament")

Ich wünsche Euch ein besinnliches, frohes Weihnachtsfest!  





Dienstag, 18. Dezember 2012

Vorzeitiger Abbruch...


Dieses Ähhh...Dings  hat mir das Stricken schon wieder madig gemacht! 
Ich hatte mich dazu durchgerungen aus meinen Restbeständen Socken zu stricken. 
Wenn man lieblos an solch ein Vorhaben herangeht, kann es nur schief gehen! 

Wie befürchtet, blieb das Unglück nicht lange fern: Diese Socke wurde nicht nur zu groß, sondern die Nadel wollte nicht mehr mitmachen, was mich zum vorzeitigen Abbruch zwang. Also wieder mal ribbeln, was beinahe besser ist als Sockenstricken. *grummel*

Im Moment ist leider wenig Zeit zum Bloggen. Jetzt habe ich ein paar Tage Urlaub und muss noch "ein bisschen" einkaufen. 



Trotz all dem Stress habe ich für mich einen sehr wichtigen Schritt getan.
Ab heute darf ich mich wieder "evangelisch" nennen! 


Vor ca. 25 Jahren war ich aus der Kirche ausgetreten. 
Nun hat sie mich wieder, und ich freue mich über meinen Entschluss! 

Mein alter Konfirmationsspruch: 

"Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. 
Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht." Joh 15,5

ER ist in mir geblieben...hoffentlich schmecken ihm meine Früchte süß und nicht bitter! 

Ich wünsche Euch eine schöne Restwoche! 

Dienstag, 11. Dezember 2012

Endlich fertig!



Der Pulli, bzw. die Verarbeitung des Garnes hat mich echt Nerven gekostet!
Der Faden ist sehr rutschig, wodurch auch das Vernähen schwierig war. 
Ich würde die Wolle nicht wieder verwenden...und habe leider noch einen großen Rest übrig, der wohl zukünftig sein Dasein im Keller fristen muss. 10 Knäuel sind nun gerade nicht wenig. Es handelt sich hierbei um ONline-Wolle "Linie 164", eine Baumwoll-Viskose-Mischung. 

Zum Muster sei ebenfalls gesagt, dass es "gewöhnungsbedürftig" gewesen ist. 
Ich hatte dazu eine Vorlage aus einem alten Diana-Mustermaschen-Heft Nr. 33 gewählt, aus den 80er Jahren. Die heutigen Anleitungen haben meist eine - für mich - viel zu schmale Schulterpartie, was mir nicht gefällt.  

Der Pulli ist sehr schwer und fällt gut. Ein guter Begleiter im nächsten Frühjahr...falls ich den vorhergesagten Weltuntergang überleben werde. ;-) (Natürlich glaube ich, dass es weiter geht.) 


Habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare und Wünsche!
Ein herzliches Willkommen meiner neuen Leserin! 

Samstag, 8. Dezember 2012

Der Winter kommt...




ICH WÜNSCHE EUCH EINEN MÄRCHENHAFTEN 2. ADVENT !

"Schlittenfahrt" von Sulamith Wülfing 

Freitag, 7. Dezember 2012

Schneeflocken...


Es schneit, hurra, es schneit!
Schneeflocken weit und breit!
Ein lustiges Gewimmel
kommt aus dem grauen Himmel.

Was ist das für ein Leben!
Sie tanzen und sie schweben.
Sie jagen sich und fliegen,
der Wind bläst vor Vergnügen.

Und nach der langen Reise,
da setzen sie sich leise
aufs Dach und auf die Straße
und frech dir auf die Nase.

Volksgut

Wie schön ist es, dem kalten Treiben zuzuschauen!
Die Vögel kommen in Scharen zum Futterplatz. 
Wunderschön ist der Eichelhäher anzusehen,
den leider mein Kater, 
als der scheue Vogel für ein Foto gut positioniert auf dem Balkongeländer saß, 
durch einen Spurt zum Fenster vertrieben hat. 

Jetzt kann ich Euch leider nur ein Bodenfoto zeigen. 


Die Meisen zeigen nur wenig Furcht und fressen sich
die Bäuche rund. 

Machts gut und zieht Euch warm an! 

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Das Kätzchen und die Stricknadeln...

Aus Bechsteins Märchen und Sagen. 


Es war einmal eine arme Frau, die in den Wald ging, um Holz zu lesen. Als sie mit ihrer Bürde auf dem Rückwege war, sah sie hinter einem Zaun ein  krankes Kätzchen liegen, das kläglich schrie. Die arme Frau tat es in ihre Schürze und nahm es mit nach Hause. Auf dem Wege kamen ihre beiden Kinder ihr entgegen;  als sie sahen, dass die Mutter etwas trug, fragten sie: „Mutter, was trägst du da?" Sie wollten gleich das Kätzchen haben,  aber die Frau gab den Kindern das Kätzchen nicht, aus Sorge, sie möchten es quälen. Sie legte es zuhause auf alte weiche Kleider und gab ihm Milch zu trinken. Als das Kätzchen sich gelabt hatte und wieder gesund war, war es mit einem Male fort und verschwunden.

Gemälde von Albert Samuel Anker
Nach einiger Zeit ging die arme Frau wieder in den Wald, und als sie mit ihrer Bürde Holz auf dem Rückwege wieder an die Stelle kam, wo das kranke Kätzchen gelegen hatte, da stand eine ganz vornehme Dame dort, winkte die arme Frau zu sich und warf ihr fünf Stricknadeln in die Schürze. Die Frau wusste nicht recht, was sie denken sollte, und wunderte sich über diese absonderliche, geringe Gabe. Doch nahm sie die fünf Stricknadeln und zeigte sie ihren Kindern und legte sie des Abends auf den Tisch. Aber als die Frau des andern Morgens ihr Lager verließ, siehe, da lag ein Paar neue, fertig gestrickte Strümpfe auf dem Tisch. Das wunderte die arme Frau über alle Maßen, und am nächsten Abend legte sie die Nadeln wieder auf den Tisch. Am Morgen darauf lagen neue Strümpfe da. 

Jetzt merkte sie, dass ihr zum Lohn ihres Mitleids mit dem kranken Kätzchen diese fleißigen Nadeln beschert worden waren, und ließ sie nun jede Nacht stricken, bis sie und die Kinder Strümpfe genug hatten. Dann verkaufte sie auch Strümpfe und hatte genug zum Leben bis an ihr seliges Ende.


 Gemälde von Paul Seignac


Immer, wenn ich mir die Ausbeute der Strümpfe strickenden, fleißigen Bloggerinnen hier anschaue, frage ich mich, ob das mit rechten Dingen zugegangen sein kann. So viele Socken kann man doch gar nicht alleine stricken! 

Habt Ihr etwa auch alle diese Wunderstricknadeln im Schrank? 
Mein Pulli ist immer noch nicht fertig. :-(


Samstag, 1. Dezember 2012

Warten auf Weihnachten...


Die Tage sind nun grau und schwer,
weil Hoffnung sich verliert.
Die Seele wird ganz müd' und leer,
das Herz ist bang und friert. 

Das Warten auf Glückseligkeit
ist eitel, dumm und kläglich.
Der Mensch sucht Schutz in dieser Zeit,
und sucht er ihn vergeblich. 

Drum hüte die Vergangenheit,
die Jugend, die verschwunden, 
und denke an die Weihnachtszeit,
die dich einst wärmt ' für Stunden. 
Verfasser unbekannt

Um die Dorfkirche herum gab es heute einen Adventsmarkt.
Leider musste ich arbeiten, aber mittags sah ich Menschenmassen dorthin strömen.
Glühwein, Würstchen und Weihnachtsmarktgedränge gehören nicht zu meinen Vorlieben.
Ich mag es lieber gemütlich zu Hause. 

ICH WÜNSCHE EUCH EINEN BESINNLICHEN 1. ADVENT!



Samstag, 24. November 2012

Versprochen ist versprochen...

Das Wochenende ist da und hier regnet es seit gestern Bindfäden. Genau das richtige Wetter zum Handarbeiten! Gestern habe ich meine alten Wollbestände durchgeschaut.  Da schlummert noch so manches Knäuelchen im Dornröschenschlaf.

Nach dem Pulli werde ich mir auf jeden Fall wieder ein Tuch stricken. Auf der Suche nach einer Anleitung bin ich auf dieses Prachtexemplar gestoßen: Aeolian Shawl von Elizabeth Freeman
Ihre Tücher sind einfach Spitzenklasse!

Zum Spazierengehen ist es mir heute zu nass. Ich freue mich auf das Frühjahr, wenn die Obstwiesen und Bäume hier in voller Blüte stehen. Aber auch die dunkle Jahreszeit hat ihre Reize.

Die alte Dorfkirche in Friemersheim. Dieser Ort hat für mich etwas ganz Besonderes - ein Kraftort. Dort ist die Zeit stehen geblieben.

 Wiki: Volkstümliche Bezeichnungen der Mistel sind Donnerbesen, Druidenfuß, Hexenbesen, Hexenkraut, Wintergrün, Bocksbutter, Albranken, Vogelkraut oder Kreuzholz.


Eins sein mit der Natur, im Werden und Vergehen...






Die Kopfweiden bieten ein bizarres Bild. 

Gleich will ich mir noch einen Adventskranz basteln. 
Kaum zu glauben: Nächstes Wochenende ist schon 1. Advent! Wo ist das Jahr geblieben? 

ICH WÜNSCHE EUCH EIN SCHÖNES KUSCHELWOCHENENDE! 



Dienstag, 20. November 2012

Umzug - ans unbewusst bestimmte Ziel...

Hallo Ihr Lieben!

Viele von Euch haben meinen Blog sicherlich längst vergessen. Allen Anderen möchte ich ein ganz großes Dankeschön senden, für die vielen Kommentare, die trotz der langen Pause geschrieben wurden.

Es hat lange gedauert! Aber, wie das alte Sprichwort schon aussagt: "Was lange währt, wird endlich gut!" Ich habe den 16. Umzug hinter mich gebracht, mit all seinen Schwierigkeiten und der vielen, vielen Arbeit. Wenn man alleine lebt, ist so etwas ganz und gar nicht einfach. Mit fortschreitendem Alter will man solchen Stress nicht mehr haben. Um sich dem zu entziehen benötigt man allerdings einen großen Geldbeutel für die Arbeiten, die man gegen entsprechende Bezahlung machen lassen kann. Fehlanzeige! Vergangen sind zwei Monate Stress pur, 7 kg Gewichtsverlust (ein guter Nebeneffekt) und viele schlaflose Nächte. Nicht zu vergessen die vielen unermüdlichen Helferlein, denen ich an dieser Stelle noch einmal besonders danken möchte.

Manchmal brauchen Körper und Geist eine neue Umgebung, um zu regenerieren. Mitten im Grünen herrschen hier Ruhe und Frieden. Impressionen dazu möchte ich Euch nicht vorenthalten.



Der schöne Sommer ging von hinnen,
der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
so manches feine Festgewand.

Sie weben zu des Tages Feier
mit kunstgeübtem Hinterbein
ganz allerliebste Elfenschleier
als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden geben
dem Winde sie zum leichten Spiel,
die ziehen sanft dahin und schweben
ans unbewusst bestimmte Ziel.

Wilhelm Busch 

Sind wir nicht alle unterwegs zu diesem unbewusst bestimmten Ziel und das nicht nur im Sinne eines Umzuges von einem weltlichen Wohnsitz zum nächsten? 

Trotz aller Widerwärtigkeiten habe ich mir immer wieder gesagt: Wenn ich wieder mein Strickzeug hervorhole, habe ich ein neues Zuhause gefunden, in dem ich mich wohlfühle. So ist es nun! 
Der Pulli, den ich vor Monaten begonnen habe, wird nun fertiggestellt. Es dauert noch ein wenig, aber ich lasse es langsam angehen. Hier zunächst 2 Bilder:



Mein neues Domizil werde ich Euch nach und nach vorstellen. 


Wie Ihr sehen könnt, haben auch meine Katzen den Umzug gut überstanden.

Ich grüße Euch ganz herzlich und wünsche einen wunderschönen Abend!

Sonntag, 15. Juli 2012

Gutes und weniger Gutes...

Hallo Ihr Lieben!

Trotz langer Abwesenheit gab es noch viele Besucher und neue Leser, worüber ich mich sehr freue.
Hoffentlich geht es Euch allen gut!
Bei mir hat sich zwischenzeitlich viel zugetragen - Gutes und weniger Gutes. So ist das Leben!

Das Traurigste war, dass ich meine alte Suse mit 21 Jahren habe einschläfern lassen müssen. Das war in der vergangenen Woche und hat mich sehr traurig gemacht. Sie war wie ein Kind für mich - obwohl das viele nicht verstehen können.

Nun geht es ihr hoffentlich besser. Ephides Botschaft über die Tierseelen ist mir dabei ein Trost:
"Da die Seele Eures kleinen Hündchens viel gelernt hat auf ihrem Weg und mehr gelernt hat durch den Zusammenhang mit menschlichen Gefühlen als die Tiere des Waldes, wird sie von den Seelen, die ihr Führer sind, erfasst und empor getragen. Und eine Ruhezeit wird ihrer irdischen Entwicklung folgen in jenen Sphären, wo die Tiere Freunde der Geister sind, und sie wird so ausleben und ausweiten, was sie bei Euch lernte, während die Tiere der Wildnis oft gleich aus dem einen Gehäuse in ein anderes wandern." 


Ganz ohne mein Strickzeug bin ich in der Zwischenzeit nicht ausgekommen. Ein Pullover ist in Arbeit, aber ich habe noch keine Fotos gemacht.

Leider sah ich mich aus Gründen der technischen Entwicklung dazu gezwungen, eine neue Homepage zu erstellen, weil ich mit meinem alten Programm nicht mehr arbeiten konnte. Das hat viel Zeit in Anspruch genommen, aber jetzt kann ich sie Euch vorstellen:


Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr Zeit zum Reinschauen finden würdet.

Mit herzlichen Grüßen wünsche ich Euch einen schönen Sonntag!