Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Freitag, 29. Juli 2011

Blitzeinschlag

Foto: Falk Blümel - Pixelio.de


Heute nur eine kurze Meldung:
Bei mir Zuhause hat vorgestern ein Blitzeinschlag
meinen Router "gehimmelt". Nun warte ich auf einen neuen,
den ich hoffentlich selbst installieren kann. 
Also muss es am Wochenende auch ohne PC gehen.


ICH WÜNSCHE EUCH EIN SCHÖNES WOCHENENDE!


Sonntag, 24. Juli 2011

Die Bettler...


Gemälde von F. Vezin - aus dem "Gartenlaube Bilderbuch"
 von Heinrich Seidel

Sie dünken beide sich nichts Schlechts,
der Fips da links, die Lola rechts,
und beide haben ohne Zweck
ums Auge einen großen Fleck.
Jedoch, es sitzt das braune Dings
bei Fipschen rechts, bei Lola links.
Die Sehnsucht wohnt in ihrem Magen.
Mich dünkt, ich hör’ sie deutlich sagen:
„Da sitzt ihr nun und trinkt und eßt!
Wie kommt’s, daß ihr uns ganz vergeßt?
O seht, wir bitten doch so sehr:
Gebt uns doch auch was Gutes her,
ein Häppchen oder einen Knochen,
es hat zu wunderschön gerochen!
Ihr seid ja wie ein Stein so kühl!
Habt ihr denn gar kein Mitgefühl?
Wißt ihr denn nicht, wie Hunger tut?
Der Mensch sei edel, hilfreich, gut!
So sagte einst ein großer Mann –
da nehmt euch mal ein Beispiel dran!“


Du meine Güte, heute will es einfach nicht hell werden. Die vorherbstliche Stimmung drückt aufs Gemüt und lässt mich nichts Rechtes zustande bringen. Müdigkeit den ganzen Tag über. Die Arme sind zu schwer, um die Stricknadeln zu halten. Lesen ist angesagt, denn das geht auch im Liegen. Nachdem ich endlich Hape Kerkelings Bestseller "Ich bin dann mal weg" mit Freude zu Ende gelesen habe, scheint mich die Lust auf Bücher nun wieder vollends gepackt zu haben. Seit Freitag lese ich nun ein Buch von Hans Dienstknecht, das ich jedem, der auf der Sinnsuche ist, wärmstens empfehlen möchte. Es trägt den Titel "Die Spielregeln oder Das Ende der Vernebelung". Für mich ist es immer wieder erstaunlich, dass es noch andere Menschen gibt, die genauso denken und glauben wie ich. Schön, nicht allein zu sein!



  ICH WÜNSCHE EUCH EINEN SCHÖNEN SONNTAGABEND!
 

Dienstag, 19. Juli 2011

Puscheltag - Ene Besuch im Zoo...,

mit Freundin, hätte es eigentlich heute werden sollen. Ich hatte mir dafür frei genommen. Aufgrund des unbeständigen Wetters, beschlossen wir jedoch zu Hause zu bleiben. Mein lieber Besuch überraschte mich unter anderem mit einer riesengroßen "Puschelblume", deren Namen wir leider nicht kennen. Nicht nur die Blume ist von wunderschöner Farbe, sondern auch meine Freundin war ganz in Lila gekleidet. Es scheint demnach nicht nur für mich "letzte Versuche" zu geben. *lach*



Später dann ging es in den Garten, wo ähnlich puschelig die Hortensien blühen.

Beim Efeuschneiden machte meine Freundin eine riesige, grüne Entdeckung. Achtung! Ich starte die Suchbildaktion:


Ist das nicht ein schöner Hüpfer!? Noch dazu von stattlicher Größe, frei lebend und ohne Zoo. Früher waren die Gärten voller Heuschrecken. Heute bin ich schon froh, wenn sich nur ein einziges Exemplar zeigt. Das war ein besonderes Gartenerlebnis. Zwischendurch gab es Kartoffelsalat, Kuchen und einen Plausch mit den lieben, neuen Nachbarn - Schäferhundpuscheln inclusive.



Die Kröte in unserem kleinen Teich war sehr kamerascheu. Ein Foto ließ sie sich gefallen, dann tauchte sie auf den Grund ihres Reiches und blieb vorerst verschwunden.

 Zu guter Letzt hat mich diese Blüte mit in meine Wohnung begleitet. Jetzt freue ich mich auf einen stressfreien Abend und werde gleich die Beine hochlegen. So ein Gartenbesuch kann richtig anstrengend sein!


Ich wünsche Euch eine gute Nacht und winke mal rüber!

Unsterblichkeit

"Die unsterbliche Seele" - Bild von Sulamith Wülfing


Du, dem seit je alle Loblieder galten,
du, vor dem Engel die Lichtflügel falten,
du löst die Wolken, die drohend sich ballten,
und auch die Sorgen, die mich schon umkrallten!
Dein sind die Sonnen, die Leben entfalten,
dein auch die Blitze, die Berge zerspalten!
Du bist der Eine in vielen Gestalten,
immer derselbe in allen Gewalten!
Nie kann dein Leben in meinem erkalten - 
wo ich auch bin: Du musst mich erhalten! 

von Ephides

"Gelbe Blume" - Bild von Sulamith Wülfing

Montag, 18. Juli 2011

Die Rhön - zum Verlieben schön!

Diese alten Fotos wecken eine besondere Stimmung in mir: wehmütiges Erinnern oder besser gesagt: Heimweh nach dem Gestern.
Blick auf Habel
Alles liegt in weiter Ferne, in einer anderen Zeit, und ich kann selbst kaum glauben, dass seitdem bereits ein halbes Jahrhundert vergangen ist.
Zu den Wiesen, Kühe eintreiben.
Manchmal muss man die Bilder mehrmals anschauen, bis die Erinnerungen an den Moment der Aufnahme wach werden. Im Mai hatte ich bereits Fotos eingestellt, und daran möchte ich anknüpfen. Auf den bereits geposteten Seiten hatte ich einen Link zur Kirche gesetzt. An dieses Bild konnte ich mich gar nicht erinnern:

 Auch nicht an die Spaziergänge mit meinem Vater...



oder in späteren Jahren an das Treckerfahren:
Am Liebsten würde ich mich, wie damals, ganz unbefangen auf eine Wiese legen und ins Tal schauen. Wie schön es doch war! Ein kleines Stück Glückseligkeit!

Samstag, 16. Juli 2011

Landlook

Etwas Neues entsteht:

Dieser Longpulli mit breitem Godet-Volant ist momentan das Projekt meiner Begierde. Ich habe mich für ein zartes Graugrün entschieden, von GGH, Hamburg. Das Garn trägt den Namen "Mystik", Baumwolle/Viskose-Mischung, gestrickt mit Nadel Nr. 5. Ich bin erst am Anfang, und es wird diesmal sicher länger dauern, bis Ihr das fertige Exemplar sehen könnt. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

  Vorlage: SABRINA Nr. 04/2011

ICH WÜNSCHE EUCH EIN SCHÖNES WOCHENENDE!

Ach, das hätte ich fast vergessen: Ich versprach ein neues Katzensuchbild. Nur leider konnte ich die Katze nicht dazu bringen, sich zu verstecken. Deshalb hier in voller Schönheit:


Donnerstag, 14. Juli 2011

Morgen ist Vollmond...

Die Tage davor sind immer die Schlimmsten, besonders, wenn der Himmel klar ist. Jede Nacht träume ich dann ganz intensiv, liege oft stundenlang wach oder kann nicht einschlafen, weil ich abends nicht müde werde. Tagsüber dann bin ich gar nicht bei der Sache und so müde, dass ich mich am Liebsten nicht aufstehen will. Zwei Tage später wird es besser. Daran merke ich, wie sehr wir mit den Gestirnen verbunden sind und welchen Einfluss sie auf uns Menschen haben.



Bild von Karin M. www.mondlicht08.de

Verlorene Träume
von Gisela Seidel

Fahl wirft der Vollmond Schatten in die Zimmer.
Groß steht er, Stern umringt, in stiller Wacht.
Hat mich geweckt durch seinen Zauberschimmer.
Nun lieg’ ich lang schon, lausche in die Nacht.

Die Grillen geigen monotone Partituren.
Das Blattgewand, es rauscht im nahen Baumgeäst.
Ein Schlag fährt durch die müden Weltenuhren;
die Mitternacht hält magisch alle Zeiger fest.

Mein Engel singt mir Nachtwindmelodien.
Gott streut ein lichtes Ahnen in die Zeit.
Die Wesen aus den Schattenreichen fliehen
vorbei wie trüber Nebelhauch…so weit.    

Der Schlaf, der gnädige, ist mitgegangen.
Gedanken treiben wie das Wasser an den Strand.
Sie kommen und sie gehen; Traum verhangen
zieh ich mit ihnen ins verklärte Niemandsland.

Dort liegt mein Tränensee und auf dem Grunde
verlorne Träume, dicht an dicht wie Stein an Stein.
Ich treib hinab, versink in sonnenferner Stunde;
spinn’ neue Träume, losgelöst vom Sein.

Sonntag, 10. Juli 2011

Regenbogensocken


Das Stricken dieser Socken hat mir das Wochenende versüßt. An der wunderschönen Wolle konnte ich nicht achtlos vorbeigehen. Es hat viel Freude gemacht, dieses Garn von Lang zu verstricken. Es heißt "Jawoll Magic Dégradé". Die Socken sind mit einem Wellenmuster verziert, das leicht zu stricken ist. Die Anleitung ist von Drops-Design.   



Ein neues Katersuchbild habe ich auch für Euch:


Tarnung ist alles.

Startet gut in die neue Woche! 

Samstag, 9. Juli 2011

Von Kopf bis Fuß lila...

Obwohl bei mir momentan die Zeit knapp ist, konnte ich die Weste nun fertig stricken.
750 Gramm "Merino Print Super fein" von LANA GROSSA habe ich dafür verbraucht. Das Stück ist sehr lang und überweit, so dass es auch als Longpulli zu tragen ist. Da ich gerne weite Sachen und Lagenlook trage, passt die Weste sehr gut dazu. Leider sind die Selbstauslöserfotos alle nichts geworden. Hier sieht man zumindest die Länge - und mich, wenn auch verwackelt (gut so!).


Passende Musik dazu habe ich auch gefunden:


ICH WÜNSCHE EUCH EIN SCHÖNES WOCHENENDE !

Sonntag, 3. Juli 2011

Sommerspaziergang

Foto: BirgitH - Pixelio.de
Sommerspaziergang
von Gisela Seidel

An einem Sommertag, der längst vergangen,
an dem ich einsam durch die stillen Wiesen schritt, vernahm
ich Laute hinter mir, die wie ein Wispern mit dem Winde flogen,
und jedes Mal, wenn ich die weite Stätte überblickte,
war außer meinem Schatten niemand dort,
kein Unbekannter, der mich schreckte, kreuzte meinen Weg.

Und als ich weiter ging, vorbei an bunten Auen,
da senkten dunkle Tannen ihre Zweige wie zum Gruße.
Ihr dunkles Grün verneigte sacht sich unter milden Winden,
und wie im Spiele tanzten die Libellen an den Teichen.
Da raunte mir ein Säuseln, wie aus fernen Welten, durch die Äste,
und wie ein leises Flüstern ging es hoch durch alle Wipfel.

Nun hielt ich inne, lauschte in die angenehme Stille,
benommen noch von all’ den süßen Blütendüften,
und um mich wob ein herrlicher Altweibersommer,
in dem die Spinnentiere lautlos ihre Netze spannten,
und eine süße Schwere lag schon auf den Reben,
die voll des edlen Saftes an den Stöcken hingen.

Foto: Erich Westendarp - Pixelio.de

 Die Welt lag wie ein großer, bunter Garten,
so weit, bis lichter Horizont das Blau des Himmels küsste,
und als das Sonnenglühn die Felder golden malte,
das glaubte ich erneut, den schnellen Schritt zu hören, hinter mir.
Doch wieder ging mein Blick zurück ins Leere.
Geheimnisvoll, das Blätterrauschen in den Sträuchern!

 Was war das für ein Flüstern in den Hecken?
Erst klang es fremd, dann rätselhaft vertraut.
Der Mais trug in der Sonne schwer an seinen Kolben;
wie goldne Meere wogten weite Ährenfelder mit dem Winde.
Die Drossel sang zum Abschied mir ein Lied vom Abend,
und üppig rankte Efeu an den alten Stämmen.

Foto: Gabi Schönemann - Pixelio.de
 Die schwere Luft vibrierte, heiß, mit Hitzeflimmern
und lauter wurden Flüstern und die Schritte.
Ein fernes Raunen drang wie dumpfes Donnergrollen, und
eine leise Ahnung kreuzte meinen Weg auf seiner Mitte.
Was folgte mir, verborgen, doch so gegenwärtig?!
Wird es in Schönheit mir erscheinen oder gar mit Grausen?

Saumselig ging ich durch die Auen an das Flüsschen,
vorbei an feuchten Ufern in das Abenddämmern.
Die ferne Glocke läutete zur Andacht wie in all den Jahren,
sie trug mir wohlbekannte Töne in die graue Stunde.
Und als die Stadt schon nah, da war der Tag verschwunden,
doch er, der Unsichtbare, folgte ihm mit eil’gen Schritten. –

Es war der Herbst! – Trug kühlen Abendwind in unser Städtchen
und trieb die ersten braunen Blätter auf die Wege.
Das satte Grün – schon bald wird es sich wandeln!
Und die Natur, sie wartet müd’, mit früchteschweren Zweigen.
So ist mit einem Mal der letzte Sommertag vergangen,
und ich ging nachdenklich dem Herbst entgegen.


Samstag, 2. Juli 2011

Endlich Wochenende...

Die vergangenen Tage hatten viel Stress mitgebracht. Außergewöhnliche Fahrten nach der Arbeit, mitten im Berufsverkehr, erfolgreiche Autosuche mit abschließendem Kauf für meinen Sohn, nebenher der übliche Arbeitsstress. 

Jetzt wird es hoffentlich wieder ruhiger werden. 

Dementsprechend wenig Wachstum zeigt mein neues Projekt, das ich hinten anstellen musste. Das Rückenteil ist fertig, eine Vorderteilseite begonnen. Die Wolle lässt sich sehr gut verarbeiten, das Muster ist ansprechend. Bin gespannt, wie die Weste fertig aussieht. 

Egal, was Ihr gerade tut: ICH WÜNSCHE EUCH EIN SCHÖNES WOCHENENDE !