Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Zum 3. Advent...

Theologie – die Lehre von Gott - ist für mich spannender als jeder Krimi. Das Bibelstudium gehört dazu, wobei man die Bibel nicht wortwörtlich nehmen darf.  Ich versuche die biblische Geschichte meist religionsphilosophisch oder mittels der Kabbala zu betrachten. So auch die unbefleckte Empfängnis Marias.

Der Name Mirjam/Miriam/Maria stammt aus dem Hebräischen und bedeutet „Bitterwasser“. Mirjams Name macht deutlich, dass sie nur durch Erbarmen imstande sein würde, allen Schmerz und alle Bitterkeit ihres Schicksals zu ertragen. Ohne Erbarmen und Gnade konnte die Erlösung nicht stattfinden. Deshalb darf der Bibelleser Maria nicht nur als Person sehen, sondern sie stellt übergeordnet zugleich die ganze Welt dar. 
Gemälde von William Adolphe Bouguereau - The Annunciation
„Begnadete, der Herr sei mit dir. Du hast Gnade gefunden bei Gott!“, wurde Maria vom Erzengel Gabriel begrüßt, als er seine Botschaft überbrachte.  Kein Mann würde ihr beiwohnen, sondern der Heilige Geist würde ihr ein Kind in den Schoß legen, so steht es geschrieben, einen Sohn. 
(Luk 1,26-38)

Nichts Berechenbares, sondern etwas Außergewöhnliches war ihr als Geschenk überreicht worden. Das im weltlichen Sinne Unmögliche sollte an ihr geschehen. Der „Sohn Gottes“ wollte im menschlichen Fleisch geboren werden, um die Menschheit und die im Totenreich Gefangenen zu erlösen.

Im Zeichen der Jungfrau sollte der neue Mensch und die neue Welt entstehen. Das bedeutet im übergeordneten Sinn: Die Welt sollte nicht schwanger sein durch materielle Dinge, sondern allein durch die Zeugung des Heiligen Geistes. Das sollte die Menschen zu ihrer Bestimmung, zu Gott, zurückführen, und das aus dieser Zeugung Entstehende war für die Ewigkeit bestimmt.


Maria, die verlobt war mit dem wesentlich älteren Joseph, einem Zimmermann und Baumeister, war damals eine junge Frau von 12 Jahren. Als nun die Zeit anbrach, in der Maria gebären sollte, begann ihr 13. Lebensjahr. Auch das hat eine übergeordnete Bedeutung: Nun war die Zeit reif für die Geburt des Erlösers, denn alles Übernatürliche, aus der göttlichen EIN-heit stammende, trägt in der hebräischen Kabbala die Zahlen 5, 8 und 13 als Zeichen.


Kommentare:

  1. karinszaubereien11 Dezember, 2011

    liebe Gisela wünsche dir einen ruhigen 3. Advendsonntag hast es super gemacht mit dem Klip. Einen ganz lieben Gruß Karin

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  2. meine Liebe, während ich hier gerade las, sangen mir die himmlischen Stimmen des Knabenchores "Maria durch den Dornwald ging" ... oh wie schön ... bin jetzt gerade sehr berührt, weil auch unser Chor vor einiger Zeit dieses Lied während eines Weihnachtskonzertes gesungen hat ... währenddessen war es in der Kirche mucksmäuschenstill ... und mir standen die Nackenhaare zu Berge, so sehr war ich in den Momenten ergriffen ... danke für diesen besonderen Moment heute morgen am dritten Adventssonntag! ich wünsche Dir was und grüße Dich herzlich ♥

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  3. Liebe Gisela,
    ich wünsche dir einen schönen 3.Advent!
    Sehr interessanter Post! Danke sehr!
    Meine liebe Grüße
    Nadja

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  4. Liebe Gisela,
    intressant habe ich es gelesen und gehört... ich wünsche dir noch einen schönen 3 Adventabend und eine nue gute Adventwoche!
    Lieben Gruss Elke

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  5. Liebe Gisela,
    Deinen Beitrag finde ich sehr interessant!
    Es ist immer wieder spannend, wie man lesen, sehen, glauben und interpretieren kann.
    Vielen Dank.

    Allerdings muss ich Dich ein wenig berichtigen.
    "Maria" bedeutet im Hebärischen "wohlbeleibt", im Ägyptischen "Geliebte".

    Bitter, betrübt steckt im Namen "Mara" oder "Marah", im Syrischen beduetet er "Frau".

    Die Erklärung von "Mara" kann in 2. Mose 15, 23 finden:

    Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher nannte man den Ort Mara.
    Oder auch Ruth 1, 20.

    Ich hoffe, Du nimmst mir meine Korrektur nicht übel? ...

    Sei von Herzen gegrüßt! Gisa

    PS: Du kannst auch hier mal schauen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Maria

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  6. Liebe Gisa,

    um gerade solche Fehler zu vermeiden, sollte man dem Internet nicht grundsätzlich Glauben schenken. Dort gibt es zahlreiche falsche Übersetzungen. Der Name "Maria" ist die lateinische Übersetzung von Miriam.

    Zitat Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Miriam) zu Miriam: "Nach älterem Verständnis - so auch in der jüdischen Tradition - ist der Name eine Nominalbildung aus den hebräischen Bezeichnungen mir/mar für „bitter“ und jam für „Meer“. Er wäre dann mit „bitteres Meer“, auch „Meeresmyrrhe“ oder „Meerestropfen“ wiederzugeben. Diese Bedeutung schwingt möglicherweise noch nach in der mittelalterlichen Bezeichnung Stella Maris („Stern des Meeres“) für Maria, die Mutter Jesu.

    Wiki macht hier die richtige Aussage.

    Ich stütze mein Wissen nicht auf Internetaussagen, sondern folge dem hebräischen Gelehrten Prof. Friedrich Weinreb. Er übersetzt den hebräischen Ursprung des Wortes mit "Bitterwasser" und er muss es schließlich wissen.

    Liebe Grüße, Gisela

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  7. „Gebe es nie auf, das Ganze wissen zu wollen. Suche alles in einem Zusammenhang zu integrieren, statt der Lehrmeinung einer Fakultät, einer Richtung zu folgen.“

    aus: Die Freuden Hiobs von Friedrich Weinreb

    http://www.weinreb-stiftung.org/

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