Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Jesus Erscheinen in der Welt...


 Zum 4. Advent möchte ich ein wenig über die Weihnachtsgeschichte schreiben. Gerade sie ist so manchem Verstandesmenschen der Anlass zum Glaubensabfall. Es steht geschrieben (Züricher Bibel):  „Es begab sich aber in jenen Tagen, dass vom Kaiser Augustus ein Befehl erging, dass der ganze Erdkreis sich einschätzen lassen sollte…“ Luk 2,1 
Kaiser Augustus
 Da gibt es Gelehrte, die das in der Bibel Erzählte in den Bereich historischer Realität zwingen wollen. Alles zeitlich Fixierte muss wissenschaftlich nachweisbar sein. Jesus wird lediglich als Prophet eingestuft; man will sich der Einmaligkeit seines Wesens entledigen. Hierin liegt das Böse, das seinen Machtanspruch im Zeitlichen erhebt.   
 So wird behauptet, dass die Volkszählung zu einem viel späteren Zeitpunkt stattgefunden hätte, als zu Jesus Geburt. Das stimmt nicht! Ich habe nachgeforscht:  
 Es war eine dunkle Zeit, in die Jesus hineingeboren wurde. Eine Welt voller Grausamkeiten, in der das jüdische Hohenpriestertum neben dem römischen Imperium regierte, lange nachdem Ägypten endgültig seine Unabhängigkeit in der antiken Welt verloren hatte. 
Hohepriester in der Bibel
Kurz vor Jesus Geburt erhielt der römische Kaiser Augustus den Titel Pater patriae, was bedeutet „Vater des Vaterlandes“. Augustus, von dem man sagte, dass er stets als Sohn seines vergöttlichten Vaters Cäsar auftrat, ging damals neue Wege. Der Kaiser, der sich als Herrscher über die Ostprovinzen üblicherweise in religiöser Verehrung anbeten ließ, verbot sämtliche Kulthandlungen, die sich rein auf ihn als Person bezogen.

Er wollte das Finanzwesen reformieren, was ihn veranlasste, die Provinzen des römischen Herrschaftsgebietes einer gründlichen Steuerprüfung zu unterziehen. Dies geschah, als Quintilius Varus Proconsul in Syrien war. Für die jüdische Bevölkerung war der ihnen auferlegte Zensus ein Gräuel, weil die Abgabe ihre Freiheiten beschnitt und die römische Staatskasse füllte. So nahm der damals im Dienste des Varus stehende Quirinus die 1. Zählung in Syrien und Palästina vor. Eine 2. folgte zehn Jahre nach dem Tod des Herodes, nachdem dessen Sohn Archelaus verbannt worden war. Quirinus übernahm als Nachfolger des Varus die Stadthalterei Syriens und musste nun Judäa in eine Provinz des römischen Reiches umwandeln. Das Volk, das bereits lange unter dem Druck der Herodes Herrschaft gelitten hatte, der sich die römische Oberherrschaft in der Provinz zu Nutzen machte, sah sich nunmehr einer noch viel stärkeren Macht und Willkür ausgesetzt. Das römische Joch wurde rücksichtslos auf die Bevölkerung gelegt, um es zu erniedrigen und Befehlsgewalt auszuüben. 

Das Judentum erwartete sehnsüchtig den in den alten Schriften angekündigten Messias, der sie aus dieser Unterdrückung befreien sollte. Der Heiland, den sich die Hohenpriester erhofften, war ein weltlicher Messias, der ihnen ein Leben in Fülle erstreiten sollte. Sie merkten gar nicht, wie sehr sie sich durch ihr Begehren dem „Herrn der Welt“ geöffnet und ihre Seelen dem Geistlichen verschlossen hatten. 


 ICH WÜNSCHE EUCH EINEN SCHÖNEN 4. ADVENT


Kommentare:

  1. Liebe Gisela, ich wünsche dir einen schönen 4.Advent! Liebe Grüße Annetta

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  2. Liebe Gisela

    Ich finde es gut das Du nachgeforscht hast. Mann kann nie genug Wahrheit über Jesus ans Licht bringen. Denn auch zu unserer Zeit gibt es grosses
    Unwissen und Missverständnisse über unseren Herrn.

    Ich wünsche Dir einen schönen 4. Advantabend

    Herzlichst Eleonora

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  3. Liebe Eleonora, vielleicht ist es ungewöhnlich, dass mich die biblische Geschichte so sehr beschäftigt. Aber das tut sie seit Jahren.
    Es kann nicht sein, dass wir uns "Christen" nennen und von dieser Geschichte keine Ahnung haben oder sie gar nicht wissen wollen. Das beschämt mich ungemein.

    Ich glaube, Jesus Christus wird die Wahrheit selbst ans Licht bringen.

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  4. Liebe Gisela,
    all deine Gedanken zum Christfest, die Bedeutung, das oft fehlt was der eigentliche Sinn war und ist, hat mich sehr berührt,
    liegt es an der Zeit? Woran liegt es wirklich, ist der Mensch so beeinflussbar von jeglichem Konsum und Verhalten, kann er nichts mehr denken und erkennen in dieser Wohlstandsgesellschaft, in dieser Welt voller Kriege, Hass, Missgunst und Neid…….

    Ich wünsche dir viele Kerzen im Fenster
    liebe Grüße Jasmin

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  5. Die vielen Kerzen brennen schon, liebe Jasmin, denn ich sitze bereits neben dem geschmückten Baum.

    Der Großteil der Menschheit feiert Weihnachten als Fest des Konsums, und sehen es nicht mehr als Fest, das wir Christen sinnbildlich für Jesus Geburt feiern.

    Ich wünsche allen das "Licht der Welt" in den Fenstern und Herzen!

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