Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Freitag, 25. November 2011

Blutbad...

Meine arme, alte Suse hat vorgestern ein Blutbad angerichtet. Natürlich nicht absichtlich. Das arme Tierchen muss viele Schmerzen ausgehalten haben. Schlimm nur, dass ich das nicht gemerkt habe. Die Wolfskralle war eingewachsen und hatte den Fußballen aufgerissen.


 Als ich morgens früh um vier Uhr aufgestanden bin, sah es in meinem Wohnzimmer aus wie beim Metzger. Überall waren große Blutflecken auf dem Teppichboden verteilt; die Türrahmen waren bis zur Hälfte bespritzt. Ich war fassungslos und noch gar nicht richtig wach. Suse musste zunächst in die Wanne, von wo sie natürlich immer wieder versuchte heraus zu springen. Ich konnte gar nicht erkennen, was so stark blutete, denn alle vier Pfoten waren verschmiert. Arme Suse! Mir hat sich der Magen umgedreht. Schnell habe ich dann das Pfötchen verbunden, aus dem es tropfte und bin zur Tierklinik gefahren, um 5 Uhr morgens. Ich dachte schon, ich müsste Suse einschläfern lassen. Sie ist immerhin schon 20 Jahre alt. Mir war ganz flau im Bauch.

Obwohl mich die Diagnose mit anschließendem Nägelschneiden beruhigte, verfolgt mich das Bild des Blutbades bis heute. Gar nicht so einfach, die Flecken aus dem Teppich zu bekommen. Aspirin und Sprudelwasser wirken zwar gut, aber die Stellen sind zu groß.

Suse ist wieder munter. Ihre Vitalfunktionen sind okay für ihr Alter. Irgendwie sieht sie entspannter aus - kein Wunder. Mich plagt ein schlechtes Gewissen. Habe sofort den beiden anderen Hausgenossen die Nägel gekürzt. Das wird nicht wieder passieren!

Mehr, als nur ein Haufen Wolle!
 Ob mein Pulli fertig ist? - Ja, fast, aber... Davon morgen mehr.

Für heute wünsche ich Euch einen schönen Abend und ein tolles Wochenende! 

Kommentare:

  1. Liebe Gisela,
    oh je..oh je..die arme Suse,ich wusste gar nicht das man den Katzen die Nägel schneiden muss!Ich kann mir denken wie erschrocken du warst bei so viel Blut!
    LG Sonja

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  2. Hallöle,
    liebe Gisela, das glaube ich, dass es dir übel wurde. Dieses arme Miezerl, aber dass sie nicht gejammert hat??? Sie hat natürlich schon ein gesegnetes Alter. Ich hoffe, sie erholt sich wieder schnell. Das Malheur mit der Wolfskralle habe ich erst mit meinem Schnauzermädchen mitgemacht,
    liebe Grüße und einen geruhsamen 1. Advent wünscht dir
    Crissi

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  3. Liebe Gisela,

    Ach, es ist gut, dass Suse wieder gesund ist! Ende gut - alles gut!
    Ein gutes Wochenende!

    herzlichst Nadja

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  4. Hallo Gisela
    Oh die arme Suse, sie muss ja wirklich starke
    Schmerzen gehabt haben! GsD ist sie nun veraztet!
    20 Jahre ist ja sehr alt, ich hatte eine die wurde 19 ein halb und eine wurde 18! ja so manches Jahr hatte ich diese treuen Begleiter und es zerreisst einem das Herz, wenn man Abschied nehmen muss! Gut, dass Suse nochmals Glück gehabt hat.
    Ich wünsche dir einen erholsamen 1. Advent!
    Ganz liebe Grüsse maggy

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  5. Oh weh, da hätte ich auch einen riesen Schreck bekommen und wär völlig Kopflos gewesen.
    Zum Glück hat Suse es gut überstanden.
    Stolzes Alter hat sie schon und ich wünsche euch noch eine schöne, gesunde Zeit zusammen.

    Liebe Grüße
    Chrissi

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  6. Liebe Gisela,
    oh ja das ist sicher sehr schmerzlich gewesen für die kleine.
    Sie ist so süß.
    Den Schrecken und die Angst kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Es ist schließlich ein Familienmitglied, und unsere Herzen hängen sehr an ihnen.
    Bis vor 5 Jahren hatte ich einen süßen Perserkater, er ist fast 19 Jahre geworden, er ist in meinen Armen gestorben.
    Er hatte Knochenkrebs am Kiefer.
    Es war sehr schmerzlich ihn gehen zu lassen, doch unendlich Dankbar ihn so lange Zeit begleiten zu dürfen.
    Zum Glück das du aufgestanden bist und zum Glück hast du es bemerkt und konntest gleich reagieren.
    Viele Knuddelies wünsch ich der süßen.
    HAbt ein schönes Wochenende.
    GGLG Moni

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  7. Danke, Ihr Lieben!

    Es ist immer schrecklich, mitansehen zu müssen, wenn Tiere leiden. Sie sind auf uns angewiesen und alleine absolut hilflos.

    Doch wenn das Leid zu groß wird, muss man sie erlösen, so schmerzlich der Abschied dann auch ist.

    Suse läuft wieder viel mehr herum. So war die Aktion letztendlich doch gut.

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  8. Hallo Gisela
    zum Glück hat Deine Susi alles gut überstanden!!
    Ich kann Deinen Schreck gut verstehen!!
    Wenn eine meiner Katzen was hat, bin ich total durch den Wind!°
    Ich wünsche Euch ein super tolles Wochenende!
    LG Gisela

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  9. Danke, Gisela! Suse schläft zwar den lieben langen Tag, aber es geht ihr besser. Ich hoffe, dass sie noch ein paar Jährchen bei mir bleiben darf.

    Liebe Grüße zurück!

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  10. Hallo liebe Gisela,

    das ist ja furchtbar! Ich kann mir gut vorstellen, wie geschockt du warst.
    Zum Glück hat sie alles gut überstanden, die arme.
    Aber ein schlechtes Gewissen musst du dir nicht machen, du kannst ja nicht immer alles schon im Vorfeld wissen, oder erkennen.
    Ich wünsche deiner Suse noch viel Glück weiterhin, ist doch wirklich erstaunlich, dass sie noch so gut beieinander ist und ihre Werte nichts negatives anzeigen. Die Süße :-)

    lg Karin M.

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  11. Liebe Karin,

    ich hatte Dich bereits vermisst und hoffe, es geht Dir gut.

    Suse hat es noch nicht überstanden. Jeden 2. Tag liegt sie platt in der Küche herum und kann nicht mehr alleine aufstehen. Alles war vollgeköttelt. Dann nehme ich sie erstmal auf den Arm und beruhige sie. Vielleicht ist der Kater auch rüpelhaft zu ihr gewesen. Sie kann sich ja nicht mehr wehren. Es ist schlimm, mit ansehen zu müssen, wie sie immer weniger wird. Ich hoffe nur, dass sie einfach ruhig einschläft, ohne Schmerzen und Angst. Tiere nehmen das irgendwie leichter als wir Menschen.

    Ganz liebe Grüße!

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  12. Hallo liebe Gisela,

    mir geht es schon gut, aber ich habe trotzdem traurige Tage. Mein Leguanweibchen war längere Zeit krank und ist heute Nacht gestorben.
    Sie war über 16 Jahre alt. Das Männchen wird jetzt alleine bleiben, denn ein ähnlich altes Weibchen bekomme ich nicht mehr und möchte auch keine Kämpfe riskieren.

    Ohmann die Suse ...
    Tiere nehmen es vielleicht leichter, weil sie in der Gegenwart, also im Jetzt leben und nicht an Vergangenheit und Zukunft denken, wie wir.
    Ich hoffe sehr, dass sie noch nicht gehen muss :-( auch wenn die Lebensjahre dafür sprechen.
    Gisela, fühle dich gedrückt von mir, ja?
    Vielleicht geht es ja doch bald wieder etwas besser mit ihr!!!

    Liebe Wünsche von mir
    Karin

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  13. Liebe Karin,

    das tut mir sehr leid!
    Es ist für uns zwar schwer, aber wir müssen dankbar sein, für jeden Tag, an dem die Tiere uns Freude geschenkt haben. Sie gehören zur Familie dazu, und es ist schwer Abschied nehmen zu müssen.

    Da müssen wir durch! Wir reifen doch alle dem letzten Leid entgegen.

    Eine ganz liebe Umarmung von mir und danke für die guten Wünsche!

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