Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Montag, 10. Oktober 2011

Mittwoch ist Vollmond,...

Foto: Jetti Kuhlemann - Pixelio.de

und ich spüre das schon jetzt, weil ich im Moment viel Zeit brauche, um einschlafen zu können. Schlafe ich dann endlich, träume ich sehr intensiv. Nie in bunt, immer nur in schwarz-weiß mit vielen Grautönen. Manchmal - sehr selten - kommen neben den gewöhnlichen auch Wahrträume. Die sind mir dann wie Zeichen, die ich seltsamerweise auch zu deuten weiß. Vor drei Jahren hatte ich zum letzten Mal einen solchen Traum. Seitdem ist es in mir ruhig geworden, so, als wäre eine Verbindung momentan unterbrochen. Aber ich denke, dass es irgendwann neue Träume und eine neue Verbindung geben wird. Es liegt sicher an mir. 

Vielleicht hat mein Schutzengel aufgegeben? Ich stelle mir vor, dass er mich womöglich immer wieder vor dem "Hinfallen" gewarnt hat, und ich wollte nicht hören. Wie ein kleines Kind, das immer wieder hinfällt, trotz der mütterlichen Warnungen. Ob mein Engel sich eine Auszeit genommen hat? Bin ich für ihn zu arbeitsintensiv gewesen?   

Gut, lieber Samuel (so heißt er), jetzt könntest Du langsam wieder ein Zeichen senden. Ich bin auch ganz lieb. Ehrlich! Also, ich warte dann mal und erinnere mich hoffnungsvoll an Dein liebes Versprechen, das Du mir vor 8 Jahren gegeben hast:


Lebensplan 
von Gisela Seidel

Wenn du mich rufst, dann komme ich
durch finst’re Nacht zu dir.

Wenn du mich suchst, dann brennt ein Licht
ganz hell an meiner Tür.

Du findest mich im Überall,
siehst mich in deinen Träumen.

Bin schneller bei dir als der Schall,
wie Wind in allen Bäumen.

Den Plan für deine weitren Wege,
halt ich in meiner Hand.

Du wirst sie sicher finden,
darauf hast du mein Pfand!

Ließ ich doch mein Vertrauen
und meine Liebe dir,

so lass’ mich durch dich schauen,
des Lebens Wunder hier.

Dann fließen alle Fragen
und alle Zweifel fort,

nie soll dein Herz verzagen,
an einem falschen Wort.


Gemälde von John Everett Millais - autumn leaves
EUCH ALLEN EIN FRÖHLICHES LAUBSAMMELN !

Kommentare:

  1. Vollmondzeit ist für mich immer wieder ein einschneidendes Erlebnis, als Kind musste ich viele Dinge tun die ich nicht wollte.. als negativ besetzt, heute schaue ich mir an und liebe ihn so strahlend er macht mir keine Angst mehr. Schlafen oder Träumen gehen auch bei mir in ein unruhiges rüber.
    Schutzengel ich hatte eine ganze Zeit zwei Schutzengel Hoffnung und Sehnsucht hiessen, früher meinte ich immer das gibt es doch nicht und sie halfen mir so viel und gaben mir viel Kraft auch noch heute, nicht mehr so oft.
    Ich hoffe du wirst deinen weider finden!

    Ich wünsche dir ein buntes Herbstwoche..
    Lieben Gruss Elke

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  2. Liebe Gisela,
    der Vollmond rückt näher und ich habe ihn im Blick und gleichzeitig meine Inge. Drei Tage vor Vollmond schläft sie unruhig und ist sie erkältet, dann verschlimmert sich ihr Zustand bis wir über den Vollmond hinweg sind.
    Das Bild von den Mädchen gefällt mir sehr gut. Die kleine mit den blonden Haaren könnte meine Inge sein. Nur das Kleid müssen wir gegen eine Hose und einen Pullover tauschen.

    Sei lieb gegrüßt und guten Schlaf wünsche ich Dir.
    Juliane

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  3. Liebe Gisela, dein Gedicht ist schön, auch die “8 Jahre“…..und die 3 Jahre zurück, das ist das Leben, schön und traurig,
    auch wenn du nur in schwarz weiß träumst ….“Träume lassen uns Leben“….
    ich kenne den Traum auch in Farben,
    auch noch heute hebe ich gern diese schönen Ahornblätter unter den Bäumen auf und bringe sie mit nach Hause, auch die Kastanien,

    für dich, viele viele bunte Herbstblätter, mit schönen Farben, so wie auf dem Bild, einen lieben Schutzengel...
    liebe Grüße von Jasmin

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  4. Hallo liebe Gisela,

    jetzt wo du das schreibst ... mir ist noch niemals aufgefallen, ob ich in Farbe - oder in Schwarz/Weiß träume. Seltsam, ich weiß es wirklich nicht?!

    Und dein Schutzengel wird dich niemals aufgeben, warum sollte er das tun?
    Es ist ja DEIN Schutzengel ... eine andere Aufgabe hat er ja nicht. :-)

    Ich sehe schon, ich bin "verkehrt" ...
    Ich liebe den Regen, den Nebel, die dunkle Jahreszeit - und vor Allem den Vollmond.
    Aber so hat ja auch jeder mal "seine Zeit".

    Grüße dich lieb
    Karin M.

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  5. Elke, Schutzgeister halten sich immer im Hintergrund. Trotzdem sind sie stets zur rechten Zeit zur Stelle.

    Juliane, es gibt sicher viele Vollmondgeschädigte. Und da soll noch einer sagen, dass Sterne keinen Einfluss auf uns Menschen hätten. Das Herbstbild hat mir gut gefallen. Schön, wenn Du Deine Inge darin wiederfinden kannst.

    Jasmin, im Moment liegt die Wiese voll mit buntem Laub von meinem Kirschbaum. Aber ich lasse mir noch Zeit mit dem Zusammenkehren.

    Karin, Du bist gar nicht verkehrt! Ich mag die dunkle Jahreszeit auch sehr. Wir sind da ähnlich wie Rilke und stehen zu unserem Dunkelsein im positiven Sinne. Ich mag aber auch den Frühling.

    Liebe Grüße Euch allen und Danke für Eure "Wortschätze".

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  6. Liebe Gisela,
    ich bin sehr wetterfühlig und Mondverändrungen spüre auch ich. (Endlich soll eine wissenschaftliche Studie darüber begonnen werden.)

    In schlaflosen Nächten lese ich und habe mich so arragiert. :) Allerdings muss ich auch nicht morgens sehr zeitig raus und auf Arbeit. Das Privileg habe ich, dass ich daheim sein und arbeiten kann ...

    Ich hoffe, Du findest wieder zu Deiner Ruhe in der Nacht - und auch am Tag.
    Herzlich und mutmachend grüße ich Dich mit Psalm 91, 11:

    Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen ...

    Gottes Engel schlafen nicht, Du Liebe.
    Vertrau IHM nur, der "hinter" den Engeln Regie führt.

    Danke auch für Deinen Kommentar bzgl. der Predigerstelle. Ich werde Dir sicher noch darauf antworten.

    Heute wünsche ich Dir einen guten Tag!
    ♥liche Grüße von Gisa.

    PS: Das Mond-Foto ist Dir wunderschön gelungen! Toll, wie bizarr sich die Äste davor ins Blickfeld schieben.

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  7. Danke, liebe Gisa, ich denke, dass wir beide sehr viel Gesprächsstoff hätten, was die Bibel anbelangt. :-) Ich habe großes Gott-Vertrauen und weiß, dass ALLES, was mir geschieht gut ist. Entweder für mich oder für das Ganze.
    Danke auch für Psalm 91,11.
    Deine Antwort auf meinen Kommentar zur Predigerstelle kenne ich vermutlich schon.
    Das Mond-Foto ist leider nicht von mir (s. Bildunterschrift). Dazu braucht man wohl ein besonders gutes Objektiv.

    ♥liche Grüße zurück und bis bald!

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  8. Guten Morgen, liebe Gisela!

    In der letzen Zeit kann ich auch nicht gut einschlafen. Ich glaube, vielleicht der Mond ist auch schuld daran.
    Das Gedicht ist sehr nett und es hat mir sehr gut gefallen. Ich habe sogar einige male gelesen. Das Foto und das Bild sind auch schoen! Danke sehr!
    Meine liebe Grüße

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  9. Guten morgen liebe Gisela
    ich habe auch Schwieirgkeiten beim Einschlafen!!!
    Das Gedicht hat mir sehr gut gefallen!
    Ich danke Dir für Deine Hilfe beim Stricken!!
    LG Gisela

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  10. Nadeshda + Gisela: Es freut mich, wenn Euch das Gedicht gefallen hat. Mein guter Engel schickt mir immer die schönsten Gedanken.

    Ich wünsche Euch einen schönen Resttag!

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  11. Danke für diesen schönen Beitrag Gisela! Ich hab auch meinen Engel, oft helfen schon die Gedanken daran gell!?
    Ganz liebe Grüße Petra

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  12. Petra, da hast Du Recht. Wenn man in sich hineinfühlt, weiß man, dass man nicht alleine ist. Liebe Grüße zurück!

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  13. LIEBE GISELA,
    SCHÖNE GEDANKEN VON DIR.ICH WAR LETZTE WOCHE IM PLANETARIUM......
    ABER AUCH BEI MIR GIBT ES ENGELWESEN.
    LIEBEN GRUSS SABINE

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  14. Im Planetarium werde ich immer ehrfürchtig still. Danke, Sabine!

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