Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Donnerstag, 26. Mai 2011

In einem kühlen Grunde



Text: Joseph von Eichendorff  (1788-1857)
Melodie: nach Johann Friedrich Glück (1793-1840)


In einem kühlen Grunde,
da geht ein Mühlenrad.
Mein Liebchen ist verschwunden,
das dort gewohnet hat.

Sie hat mir Treu' versprochen,
gab mir ein' Ring dabei,
sie hat die Treu' gebrochen,
das Ringlein sprang entzwei.

Ich möcht' als Spielmann reisen
wohl in die Welt hinaus
und singen meine Weisen
und geh' von Haus zu Haus.

Ich möcht' als Reiter fliegen
wohl in die blut'ge Schlacht,
um stille Feuer liegen
im Feld bei dunkler Nacht.

Hör' ich das Mühlrad gehen,
ich weiß nicht, was ich will;
ich möcht' am Liebsten sterben,
da wär's auf einmal still.


Kommentare:

  1. gehört und genossen und gelesen alles
    Dankeschön fürs rein stellen
    Ich wünsche dir noch einen schönen Tag
    Liebe Grüsse Elke

    AntwortenLöschen
  2. Danke, Elke, das wünsche ich Dir auch!

    AntwortenLöschen
  3. Danke Dir liebe Gisela,
    noch einen sonnigen Tag wünsche ich Dir
    lG Crissi
    crissisideenschmiede.blogspot.com/

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Gisela,
    ach so schön traurig- romantisch. Aber vielleicht passten die beiden nicht zusammen und die Frau hat es schon eher gemerkt? Morgen hat er die Treulose schon vergessen und er verliebt sich neu?
    Passt immer noch gut in unsere Zeit :)
    Liebe Grüße
    Sinchen

    AntwortenLöschen
  5. Sinchen, auf jeden Fall muss er wohl lange weggewesen sein. Vielleicht beim Militär? Möglicherweise hat ihn der Gedanke an sein "Liebchen" am Leben gehalten. (?) Es war eine andere Zeit als heute. Wenn man verlobt und versprochen war, blieb man treu und wartete. Es muss eine große Enttäuschung für den Heimkehrer gewesen sein. Das ewig währende Lied von Liebe und Leid.

    Crissi, hier stürmt es sehr stark, so, als stünde der Herbst schon vor der Türe.

    Bewahren wir uns die Sonne im Herzen!

    Danke, Ihr Lieben!

    AntwortenLöschen