Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Mittwoch, 6. April 2011

Im Märzen der Bauer...

...ist ja bereits vorbei. Von wegen "Rösslein" einspannen. Das war reine Handarbeit!

Heutzutage liegen Gemüse, Obst und Co. in den Auslagen der Lebensmittelgeschäfte; früher musste man das selbst anpflanzen - vorausgesetzt, man hatte einen Garten, in dem man dann nach Herzenslust herumwühlen durfte. Für meine Familie war es natürlich auch ein Muss, um gut über den Winter zu kommen. 

So lautet es weiter im Lied: "So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei, da erntet der Bauer das duftende Heu. Er mäht das Getreide, dann drischt er es aus. Im Winter, da gibt es manch fröhlichen Schmaus."

Meine Großeltern bauten Obst, Gemüse und Kartoffeln im Garten an, und als ich noch recht klein war, half ich Opa bei der Gartenarbeit. Das Setzen der Kartoffeln war im März/April Pflicht. So habe ich es von ihm gelernt:

Giselchen pflanzt:





Puuh, fertig! Oder hat jemand was zu meckern?


Du, Du!

"Pulleentchen", Kaninchen, Hühner und einen Ganter hatten wir auch...


und natürlich "Miezekatzen":

Kommentare:

  1. Man sieht, dass das Leben für die Kinder härter war, als heutzutage.
    Aber ich glaube, es war trotzdem auch irgendwie "schöner". Anders schöner!
    Ich sehe kein Handy, kein Gameboy und keinen Monitor! Ich sehe Natur ...
    Es war die pure reale Welt.

    Süße Bilder, sehr schöne Erinnerungen.

    Lieben Gruß von Karin

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  2. Ha, ich sehe ein Schneckschen bei den regelmäßigen Lesern. Schön, dass Du dabei bist!

    Liebe Karin, mal ehrlich: Wozu brauchen Kinder ein Handy, Gameboys und PCs? Ist das nicht nur ein Schrei nach Aufmerksamkeit? Oder brauchen sie das, weil sich die "andere", natürliche Welt mehr und mehr hinter Technik und Beton verbirgt. Das sind Särge, die unsere Gesellschaft geschaffen hat. Fortschritt muss ein. Man darf niemals stehenbleiben. Aber die Natur muss für unsere Kinder erhalten bleiben. Heutzutage ekeln sich die Kinder davor, mit den Händen, ohne Handschuhe, Erde zu berühren. Ich habe das als Kind geliebt und tue es immer noch. Die Erwachsenen haben für die Kinder Scheinwelten erschaffen. Da wird lieber mit dem Wii gespielt, als nach draußen zu gehen. Sehr bedauerlich, diese Entwicklung!

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  3. Das ist ein Thema über das könnte man stundenlang diskutieren!
    Diese ganzen Geräte gehören heutzutage leider mit dazu ABER es muss doch nicht den ganzen Tag sein! Mein Kurzer (er ist mittlerweile 20) hatte diese Dinge auch schon und auch heute noch, doch wenn er Fußballspielen geht, läßt er alles links liegen und tobt lieber auf dem Fussballplatz rum!
    Oder mein Großer (23) spielt gern mal X-Box, doch viiiiel lieber ist ihm sein Schlagzeug (was Muttern machnachmal nervt weil's so laut ist :-)
    Ihr wißt schon was ich meine!
    Es sind auf alle Fälle ganz tolle Bilder! Danke dafür!
    LG Petra

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  4. Liebe Petra, stunden- und tagelang...und letztendlich kann man diese Entwicklung nicht aufhalten und zurücksetzen.

    Es gibt leider viele Kinder, die lieber in ihrer Scheinwelt am PC sitzen. Dies gibt ihnen anscheinend eine gewisse Geborgenheit, die sie außerhalb dieser Illusion nicht mehr finden können. Draußen, im normalen Alltag, lassen sie dann ihren Aggressionen freien Lauf. Ein Teufelskreis!

    Dann doch lieber Fußball und Schlagzeug...auch wenn es manchmal nervt!

    :o) Liebe Grüße zurück!

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  5. liebes Giselchen, wie finde ich mich wieder in deinen wunderschönen Kinderfotos, ja das ist das Leben und nicht anders, wir haben es so kennen gelernt, meine Eltern hatten Garten und extra ein Stück Feld für das Gemüse, ich habe sie nie erlebt mit Handschuhen arbeiten, und weil ich es so gesehen habe würde ich auch niemals welche tragen, wir als Erwachsene machen es den Kindern vor, ich liebe die Erde, ich muß sie spüren, und glaube mir, trotz der vielen Arbeit habe ich die Eltern nicht jammern hören…..
    Was ist es nur für eine Zeit geworden?

    uns bleiben nur diese Erinnerungen und daß wir wissen woher das Essen kommt, was auf dem Tisch steht!
    liebe Grüße Jasmin

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  6. Hallo liebe Gisela,

    tja - das ist der Lauf der Zeit, der Fortschritt sozusagen. Man kann seine Kinder auch nicht von den Dingen enthalten, aber der richtige Umgang damit ist eben wichtig. Solange sie noch in der realen Welt "leben", ist das ja okay. Leider gibt es auch das, was du beschreibst ... die virtuelle Welt.
    Ich ekel mich nicht vor Erde, ich ekel mich auch nicht vor Schnecken ;-)

    Und - auch wir werden einmal wieder zu Erde ...
    Selbst die, die keine Erde anfassen wollen :-)
    Und das beruhigt uns doch schon wieder, finde ich.

    Wegen dir musste ich jetzt auch wieder ein paar Kinderbilder von mir rauskramen ... hihi

    Liebe Grüße wieder
    Karin

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  7. Liebe Jasmin, liebe Karin, es ist schön von Euch zu lesen!

    Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen, aber die schönen Erinnerungen bleiben uns erhalten.
    Wir alle werden wieder zur Erde zurückkehren müssen. Das ist das einzig Gerechte auf dieser Welt.

    Karin, es freur mich, dass Du Deine Kinderbilder herausgekramt hast. :o)

    Euch liebe Grüße zurück!

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  8. Die Bilder sind so ausdruckstark!
    Süss hast du ausgeschaut, und ich glaube, ein bisschen mehr von diesem Mithelfen und Verantwortlichsein für einen kleinen Teil des täglichen Brotes täte uns allen gut, den Erwachsenen wie den Kindern... Es war bestimmt nicht alles besser früher. Aber heute ist es das genauso wenig, oder?
    Vielen dank fürs Zeigen!
    Bora

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  9. Liebe Bora,

    Vergangenes sehen wir oft mit unscharfem Blick. Wir schauen wehmütig zurück, als ob wir nur die guten Dinge abgespeichert hätten. Ich glaube, wir würden selbst die unguten Charaktereigenschaften der längst Heimgegangenen für eine einzige Stunde Beisammensein geduldig ertragen, wenn das möglich wäre. Jede Epoche hat ihr Gutes...aber leider auch das Gegenteil.

    Ich dank Dir herzlich für den Gedankenaustausch!

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