Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Dienstag, 12. April 2011

Gartenimpressionen - nachher




Am Samstag war noch alles anders: Die Obstbäume standen in voller Blüte und jetzt...alle abgeholzt, weil ein Holzhaus gebaut werden soll. Den Bäumen folgten Johannisbeersträucher, Rosen etc. Da hat jemand keinen Respekt vor dem Leben. Ich finde das ganz schrecklich! 

Leider geht es noch weiter. Morgen werden die Gärtner vorne roden, weil das Haus umzäunt werden soll, für den Schäferhund, den der neue Nachbar mitbringt, mit Sichtschutz auf der Mauer, damit niemand mehr rein- und rausschauen kann.

Ich denke ernsthaft an einen Umzug.



Kommentare:

  1. Hallo Gisela,
    das schaut ja übel aus, da kann ich Dich verstehen, dass es Dir dort nicht mehr gefällt!
    LG Crissi

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  2. Liebe Crissi,

    jetzt muss ich mich erst mal abregen. Auf meiner Gartenseite ändert sich zum Glück nichts.

    Danke für Dein Verständnis und lieben Gruß zurück!

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  3. oh je ... musste gerade erst einmal schlucken, als ich das sah und las! noch vor ein paar Tagen zeigtest Du uns dort eine blühende Idylle ... und nun? das ist fürchterlich ... und Du sagst, alles für den Hund? ich liebe Tiere, aber so weit würde ich, denke ich, nie gehen ... bedaure Dich wirklich, liebe Gisela :-(

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  4. schrecklich ... ich finds wirklich sehr schade.
    So hätte man das nicht übertreiben müssen.
    Sieht aus wie - halb tot. :-(

    Wenigstens bleibt deine Seite Gisela.
    Jetzt musst du Geduld haben, vielleicht ist es im Endeffekt ja doch nicht ganz so schlimm, wie man jetzt vermutet?
    Aber trotzdem, sehr sehr schade.

    Überall das Gleiche, viele Menschen wollen keine Natur mehr haben, alles wird zugebaut.
    Dafür fahren sie dann 3 Wochen in ein anderes Land und schwärmen von der freien Landschaft ...

    Als ich noch ein Kind war, sagte meine Oma immer: "ich begreife die Welt nicht mehr"
    Das hab ich damals nicht kapiert, ich dachte immer, was gibts denn da zu begreifen?
    Jetzt denke ich immer öfter auch so, obwohl ich noch lange nicht so alt bin, wie meine Oma damals war, als sie das sagte.

    Ich leide mit dir
    Karin

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  5. Ich muss Deiner Oma zustimmen, liebe Karin. Im Laufe der Jahre besinnt man sich immer mehr auf das Wesentliche und empfindet fast alle neuen Dinge als vollkommen überflüssig, weil es ja auch ohne ging. Alte Menschen fühlen sich von der Technik geradezu überfordert. Deshalb empfinde ich es als Gnade, irgendwann "gehen" zu dürfen. Das Leben kann auch zur Last werden. Man begreift die Welt nicht mehr, und die Welt nimmt einen nicht mehr für voll.

    Rosabella, es ist ein Schäferhund der einzieht. Ich mag alle Tiere, bin aber nicht gerade begeistert, wenn ich morgens nicht mehr meinen Müll wegbringen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass der Hund frei rumläuft.

    Im Moment stürzt alles auf einmal auf mich ein. Ich werde mich arrangieren müssen.

    Danke für Eure Anteilnahme!

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  6. Ist das Dein Nachbar, der da so rücksichtslos der Natur zu Leibe rückt? Habt Ihr eine Doppelhaushälfte zusammen mit diesem...
    'Monster' hätte ich jetzt fast geschrieben. Aber nur fast!

    Was soll man dazu noch sagen? Außer natürlich, dass ich Dich verstehen kann, wenn Du dort nicht mehr bleiben möchtest. Und ich diese Abholzwut, wenn es um Bäume geht, schon seit Jahren nicht mehr nachvollziehen kann. Das greift nämlich immer mehr um sich bei uns. Aber das hilft Dir jetzt auch nicht weiter...

    Greets,
    Liese
    *die die Leute am schlimmsten findet, die nicht mehr tragende Obstbäume fällen, obwohl auf und von diesen 'sinnlosen' Bäumen 3000 verschiedene Insektenarten leben*

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  7. Liese, zum Glück wohne ich zur Miete. Es ist eine Werkswohnung, also ein Kollege, der einzieht. Das macht die Sache schwierig. Die ganze Aktion wird von meinem Arbeitgeber gebilligt. Also kann ich nichts dagegen tun.

    Die Bilder zeigen nur den ersten Teil der Rodung. Vorne werden auch noch Bäume gefällt. Ich bin ganz Deiner Meinung, aber leider kann ich nichts machen. Den Gärtner mit "Mörder" zu betiteln, half auch nichts. Er hatte nur ein müdes Lächeln.

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  8. Wie gut, dass es nur eine Mietwohnung ist *augenroll*

    Dann wünsche ich Dir schon mal viel Glück bei der Wohnungssuche - ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Du noch lange dort bleiben wirst. Obwohl eine Werkswohnung ja die Krönung ist, gibt es nicht mehr häufig. Schade, schade...

    Greets,
    Liese
    *die weiß, dass auch Eigentum nicht vor solchen monströsen Erfahrungen schützt, denn Nachbarn hat man immer und überall*

    PS: Sicherheitsabfrage = 'outch'... Wie passend ;o)

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