Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Dienstag, 12. April 2011

Erinnerungen an Weimar


Foto: Klaus M. - Pixelio.de

Kommentare:

  1. liebes Giselchen,
    wir lieben Beide den Goethe, bei mir im Rosenwunder hat er sich auch verewigt!!!
    ist ja nett,ist fast das gleiche Foto, auch von innen vom Garten aus fotografiert, das zweite Gartenhaus ein Double steht hier ganz nahe in Bad Sulza im Thermen Park,
    ja Weimar eine tolle Stadt mit großer Geschichte…
    liebe Grüße Jasmin

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  2. Liebe Jasmin,

    ich gestehe, dass ich Schiller mehr liebe, als Goethe, obwohl Johann Wolfgang uns sehr viel Gutes hinterlassen hat. Wo Goethe einst auf dem Podest stand, bevor das Denkmal in Weimar errichtet wurde, war Schiller immer volksnäher, ohne gewöhnlich zu sein. Weimar hat ein Flair, das andere Städte nicht haben. Der Geist dieses Ortes schwebt immer noch über der Stadt.

    Schön, dass es Dir gut geht. Ich hatte Dich schon vermisst. Ich grüße Dich herzlich!

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  3. Guten Abend, ich bin gerade durch ihr Blog gestreift! Es hat mir gut gefallen hier. Schöne, alte Postkartenbilder und
    die Musik, das gefällt mir auch.

    Goethe und Schiller auch! u.a.

    Den Text von Goethe habe ich früher meinem Sohn mit einer schönen Melodie gesungen. Das hatte er sehr gerne und
    wollte es oft hören.Das hat sich natürlicherweise mit der Zeit geändert.

    ich wünsche noch einen guten Abend und bis irgendwann mal wieder........
    grüsst
    Edeltraud

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  4. Liebe Edeltraud, danke für Deinen Kommentar! Bist Du mit dem "Du" einverstanden? Ich setze es mal voraus. Ich freue mich darüber, wenn es Dir hier gefallen hat. Ich bin mir sicher, dass sich Dein Sohn noch daran erinnern kann, wie Du ihm vorgesungen hast.

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und grüße zurück!

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  5. Liebe Gisela, Nun ist es mir endlich gelungen, dich zu verlinken, irgendwie ging das nie gut, aber jetzt verpasse ich hier nichts mehr.
    Ich liebe Weimar, das Gartenhäuschen und der Garten und Park sind so authentisch.Wenn man bedenkt, das Goethe doch beide Welten mochte, das idyllische und die High Society, wenn ihm zu viel Besucher kamen, stellte er im Gartenhaus seine Knochensammlung zur Schau, das mochten die feinen Leute/Damen nicht so.
    Weimar verbindet sich für mich mit wundervollen Erinnerungen, da ich während der Studiums viel als Reiseleiter dort war.
    Vor dem Mauerfall war noch alles offen, ungesichert, zum Anfassen, unglaublich.
    Ich freue mich, dass wir diese Eindrücke teilen...
    Herzlichst Anett

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  6. Liebe Anett, eigentlich verdanke ich Dir nicht nur die "Blog-Lust", sondern auch das Erwachen der Stricklust, denn Deine Seiten haben mich anfangs inspiriert. Irgendwann einmal schrieb ich Dir, dass ich genau wie Du den Stil "von gestern" mag. Damit meinte ich natürlich Deine wundervollen Handarbeiten, die mich u.a. an die Weimarer Klassik, Schiller und Goethe, den Spaziergang am "Stern" und alles, was damit zusammenhängt erinnert haben.

    Goethe wirkte auf andere Menschen unnahbar, obwohl er anziehend war wie kaum ein anderer. Er muss sehr lebhafte Augen gehabt haben, an denen man geradezu hing, wenn man seinen Gesprächen lauschte. Goethe wurde nahezu vergöttert und schon zu Lebzeiten auf einen Sockel gehoben. Dort muss er eigentlich sehr einsam gewesen sein. Goethe war arrogant, aber er wusste sich zu "verkaufen", denn er hatte Macht. Allein Charlotte von Stein zwang ihn in/auf die Knie.

    Das Gartenhaus war u.a. auch ein Unterschlupf für Christiane Vulpius. Im Haus am Frauenplan blieb sie geradezu unsichtbar, vor den Blicken der Gäste verborgen. Manchmal hatte sie in das Parkhaus auszuweichen. Wie erniedrigend muss das für sie gewesen sein? Im Hause Schillers war Christiane ein Tabuthema, weil sie keine Frau von Stand war und noch dazu unverheiratet mit Goethe zusammenlebte.

    Irgendwie habe ich gespürt, dass uns etwas Besonderes verbindet. Danke für Deinen Kommentar!

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  7. Liebe Gisela,es ist immer Schön, aus der Geschichte zu lernen, lernen und nicht hängen bleiben, ich habe einge Bücher zu Christiane und Goethe auch ihre kurzen, aber doch treffenden Briefe, voller Eifersucht und kleiner Sticheleien, eigentlich war Christiane schon recht emanzipiert, machte es sich in Marienbad auch ganz gemütlich, na, für mich wäre eine Verbannung vom Frauenplan ins Gartenhäuschen keine Strafe gewesen.. Lach
    Übrigens hat im Reisebett Goethes im Gartenhaus mal ein "verirrter Wanderer" geschlafen, er dachte in einer Gartenlaube gelandet zu sein..., na eben in der von Goethe.

    Dir einen schönen Tag wünscht Anett, die hier noch ein wenig schaut...

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  8. Liebe Anett, ich weiß nicht, ob „emanzipiert“ das richtige Wort für Christianes Verhalten ist. Couragiert passt vielleicht besser?! Eigenständig war sie ja eigentlich nie, sondern vielmehr auf Goethes Wohlwollen angewiesen, weil sie von ihm unterhalten wurde, wobei er ihr später im Haus freie Hand ließ.

    In den Augen der Weimarer Gesellschaft konnte sie nichts werden. Sie blieb die Konkubine, die dreist genug war, sich den wohl mächtigsten Mann Weimars zu „angeln“. Erst, nachdem sich Christiane schützend auf Goethe geworfen hatte, als dieser am 14./15. Oktober 1806 von zwei brutalen Soldaten mit dem Degen bedroht worden war, hat er sie fünf Tage danach geheiratet.

    Emanzipiert verhalten hatte sich Goethes Mutter, die ihm Christiane, den „Bettschatz“, nicht versucht hat, auszureden.

    Christiane und auch ihr Bruder haben von Goethes Wohlstand profitiert, aber ich glaube, sie hat im stillen Kämmerlein auch so manche Träne seinetwegen vergossen.

    Die Geschichte mit dem verirrten Wanderer kannte ich noch nicht. Ganz liebe Grüße zurück!

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