Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Mittwoch, 20. April 2011

Brotsuppe mit Sultaninen, Trockenpflaumen und Mehlklößen

Heute ist mal wieder Zeit für ein Rezept aus Ostpreußen. Den Ostpreußen sagte man nach, sie hätten eine dämonische Lust am Saufen, Raufen und Rauchen gehabt...und natürlich auf fettes Essen. Aber sie waren fleißig und sparsam und ließen nichts verderben. Verwertet wurden auch alte Brotreste. Ich kenne Omas Brotsuppe noch aus meiner Kindheit und habe sie als "ziemlich süß" in Erinnerung.

Foto: Silke Kaiser - Pixelio.de

Foto: Egon Häbig - Pixelio.de
Zutaten für 4 Personen:

200 g trockenes Brot (auch Kanten)
150 g Sultaninen
ca. 15  Trockenpflaumen
5 Nelken
1/2 Teel. Zimt
3 Esslöffel Zucker
eine Prise Salz
1/4 l saure Sahne
3 EL süße Sahne
Saft von 1/2 Zitrone
1 EL Butter

Die Brotreste in Würfel schneiden und  zwei Stunden lang in 1 Liter kaltem Wasser einweichen. Sultaninen und Pflaumen ebenfalls einweichen. Dann die eingeweichten Brotreste mit Nelken und Zimt gut durchkochen lassen; anschließend durch ein Sieb streichen. Die Suppe mit den eingeweichten Sultaninen und Pflaumen, einer Prise Salz und dem Zucker unter ständigem Rühren noch einmal aufkochen lassen. Zum Schluss wird die Sahne untergerührt und alles mit Zitronensaft abgeschmeckt. Vor dem Servieren die Butter in die Suppe geben.   
 Für die Klöße:
50-100 g Mehl mit Wasser andicken, bis ein zähflüssiger Teig entsteht, den man mit einem Teelöffel abstechen kann. Die Mehlklöße 10 Minuten in der fertigen Suppe ziehen lassen.

Guten Appetit!

Kommentare:

  1. Das ist mal ein Rezept , das hätte ich vor paar Tage gebraucht als ich Brot übrig hatte und es weg musste.
    Dankeschön das werde ich auf mein Merkzettel schreiben...
    Ich liebe so Rezepte aus dieser Zeit.

    Schöne Ostergrüsse Elke

    AntwortenLöschen
  2. liebe Gisela, ja das mit der Brotsuppe kenne ich noch jeden Morgen, aber etwas anders, das Brot in Würfel eingebrockt in Malzkaffe, ein Löffel kalte Butter rein, etwas Zucker, und das ganze nannte man Eingebrocktes und jeden früh, jeden Tag, ich denke Jahre….
    man sieht was daraus geworden ist….
    wir strotzen vor Gesundheit!
    liebe Grüße Jasmin

    AntwortenLöschen
  3. Jasmin, die Suppe gab es glücklicherweise bei uns nur ein Mal im Monat, wenn sich genügend Reste gesammelt hatten. Da gingen die Kaninchen vor.

    Elke, ich hoffe, Dir schmeckt die Suppe. Herzliche Ostergrüße zurück!

    AntwortenLöschen