Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Donnerstag, 17. März 2011

Herr Ribbel

Gestern war nicht mein Tag! Deshalb endete er für mich bereits gegen 21 Uhr, denn da bin ich völlig entnervt ins Bett gegangen. Zuerst ging meine Kamera nicht mehr.

Dann kam Herr Ribbel ganz unerwartet zu Besuch und hatte die schlechte Laune gleich mitgebracht. Fazit: Man sollte keine Lace-Stola beim Fernsehen stricken! Zunächst hatte ich es gar nicht bemerkt. Erst einige Reihen später sah ich die Bescherung: Ich hatte mich im Muster vertan. Aua!!!

Dunkles, hauchdünnes Garn abends aufribbeln, das geht gar nicht. Ich hatte dann die Maschen, die ich erkennen konnte, mühsam mit der Nadel aus dem Gestrick aufgenommen, doch plötzlich wollte nichts mehr gelingen. Heute Morgen habe ich dann um 4 Uhr weitergemacht, und jetzt sind das Muster und die Stola gerettet. Puuh! Das waren viele Stunden Arbeit, die ich mir hätte sparen können.

Geduld ist ein Kaktus...und nicht mein zweiter Vorname!

Der Kakteenfreund - Carl Spitzweg 1808-1885

Kommentare:

  1. Ach du liebe Zeit echt ärgerlich sowas, aber gut das du es reparieren konntest.
    Als Anfängerin im Lacestricken kommt dieser Herr mich öfter besuchen als mir lieb ist ;)

    Lieben Gruß, Maxie

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  2. Das hält uns nicht ab, weiterzumachen. Wir schaffen das! :o)

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  3. liebes Giselchen, es wird uns auch nicht abhalten, wenn ich keine Strickliesel bin,
    bei mir steht die Nähmaschine in der Ecke,
    es ist alles ein goldenes Handwerk....
    viele Grüße Jasmin

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  4. Liebe Gisela,

    manchmal hat man einen schlechten Lauf. Da hilft wirklich nichts anderes als den Notanker zu werfen und das Ganze abzubrechen. Das ist mir auch schon sooo häufig passiert. Nicht umsonst bin ich Ribbelkönigin aus Überzeugung.

    LG von Juliane

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  5. Liebe Jasmin, liebe Juliane,

    das "goldene" Handwerk darf nicht vergessen werden! Für mich ist es etwas Besonderes, Strick-, Stick- oder Nähwerk eines anderen Menschen in Händen zu halten. Das ist ein Schatz - wie ein Gemälde, das mit Herzblut entstand.

    Ich habe noch nie eine Arbeit abgebrochen, sondern kämpfe mich durch. Den Titel "Ribbelkönigin" möchte ich Dir nicht streitig machen. ;o)

    Danke für Eure Kommentare und lieben Gruß!

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  6. Wenn nichts mehr gelingen will ist es wirklich das Beste aufzuhören und nach einer gewissen Pause wieder weiter machen! Leider kenne ich das Ribbelmonser auch und es ist immer wieder ärgerlich. ABER Frau gibt nicht auf!!!!
    Weiter gutes Gelingen und sperr Herrn Ribbel einfach die Tür nicht auf :-)
    LG und schönes WE
    Petra

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  7. Ja, das kenne ich zu gut. Ich bin auch absolut kein Kaktus. Aber das wird schon. Nur nicht aufgeben.
    Viele Grüße
    Elke

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  8. Danke für Euren Zuspruch!
    Nun ist alles wieder im Lot. Die Stola ist fast zur Hälfte fertig.

    Euch auch ein schönes Wochenende!

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