Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Mittwoch, 23. März 2011

Zwischendurch...

Da ich gestern überhaupt keine Zeit zum Weiterstricken hatte, weil ich stundenlang im Garten herumgewühlt habe, liegt die Stola immer noch unvollendet herum. 400 Reihen sind noch zu stricken, dann ist das Prachtexemplar fertig. Ich weiß noch nicht, wie ich das fotografieren soll. Immerhin wird der Schal wenigstens 150 cm messen. Na ja, aber bis dahin ist noch etwas Zeit. Ich hoffe, dass ich am Wochenende weitermachen kann.

Gestern Abend habe ich in alten Büchern und Illustrierten gestöbert. Dabei sind mir einige Fotos und Gemälde aufgefallen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Die handarbeitende Frau ist ein Bild davon.
In der Fensternische - Aquarell von Prof. Wilh. Thielmann
Es stammt aus einem Monatsheft von Velhagen & Klasing, Oktober 1918.
Werbung sah damals etwas anders aus als heute. Zumindest kommt es uns so vor. Mal ehrlich: Kann man einem solch anmutigen Fräulein widerstehen? Diese Bezeichnung wurde bereits aus unserem neuzeitlichen Vokabular gestrichen. Eigentlich schade - oder!?

Kommentare:

  1. liebe Gisela, wie schön diese Fotos wieder sind, die gute alte Zeit....
    ja und das Fräulein scheint es wirklich nicht mehr zu geben!!!
    Ja, so manche Lehrerin wurde noch zu meiner Schulzeit mit Fräulein angesprochen,
    schön diese Erinnerung….
    liebe Grüße von Jasmin

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  2. So wurde ein altes Fräulein schnell zur alten Jungfer. Ich hatte auch solch eine Lehrerin.

    Liebe Grüße!

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