Giselchen strickt

Meine Oma stammt aus Ostpreußen, deshalb nannte sie mich "Giselchen". Meine Handarbeitskenntnisse verdanke ich ihr und meiner Mutter. So soll dieser Blog nicht nur dies "Erbe" widerspiegeln, sondern auch an das ferne Ostland erinnern, das ich selbst nicht kennenlernen konnte. Ich möchte hier außerdem einige meiner Strickarbeiten archivieren. Wenn ich ein gelungenes Werk zeigen und die Strickerfahrungen mit Gleichgesinnten teilen könnte, wäre meine Freude übergroß. Handarbeit, Besinnliches, Erhaltenswürdiges und erinnern an längst Vergangenes, das möchte ich in meinem Blog...lasst uns wie die Kinder Freude haben.

Montag, 22. April 2013

Rustikale Tweedjacke...

sehr bequem, weich und warm - eine Arbeit, die sich gelohnt hat.   


 Mit Knebelknöpfen...
 nicht aus Horn, sondern aus Kunststoff. 

Zwischendurch mein runder Geburtstag, mit einem schönen Geschenk,
über das ich mich sehr gefreut habe. Leider kann ich das Funkeln der
Svarowski-Steine nicht aufs Bild bannen. 
Danke, liebe Crissi!
Die Feier im kleinen Kreis hat mir trotz der Vorarbeit gefallen.


Eine Woche lang habe ich Urlaub auf dem Balkon gemacht.
Es war herrlich! Sonne pur, inmitten bunter Blumenpracht. 





Noch habe ich kein neues Strickobjekt, dafür aber einige Buchgeschenke,
die ich nun lesen werde. 

Deshalb mache ich nun eine Pause.

Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit und viele neue Projekte und Ideen.
Zwischendurch, wenn ich Zeit finde, werde ich Eure Blogs besuchen. 

Alles Gute und bis bald!  

Freitag, 12. April 2013

Betrachtet die Raben:


Foto: B. Becker, Kempen

...Sie sähen nicht und ernten nicht, sie haben weder Vorratskammer noch Scheune, und Gott ernährt sie doch.
Wieviel mehr wert seid ihr als die Vögel!  Luk 12,24


Dieser kleine Rabe stattet mir hin und wieder einen Besuch ab, wenn ich im Büro sitze. Dann macht er richtig Lärm und beobachtet mich durch die Fensterscheiben. Sein "Korax" ist nicht zu überhören! Das heißt für mich, Fenster öffnen und füttern. Ja, ich mache momentan eine Rabendiät, denn er kriegt meistens mein halbes Frühstücksbrot mit Kochschinken und Käse extra. Mein Kollege hat nun sein Nest im Werk entdeckt, hoch oben, auf einem Leiterwerk, wo eigentlich niemand mehr langgeht. Für mich ist es eine Freude, wenn der Schreihals wieder mal im Baum sitzt. Netter kleiner Geselle und hoffentlich nicht so einer, wie ihn Wilhelm Busch beschrieb:

Er zerrt voll roher Lust und Tücke
Der Tante künstliches Gestricke.

Der Tisch ist glatt – der Böse taumelt –
Das Ende naht – sieh da! Er baumelt.

Nein, keine Angst, ich stricke ja nicht im Büro! 

Leider bin ich mit meiner neuen Jacke noch nicht viel weiter gekommen. 


Das Rückenteil ist fertig; ein Vorderteil ebenfalls (72 cm). 

Am Wochenende soll es sonnig werden. 
Dann wird auf dem Balkon weiter gestrickt. 

Über die neuen Leserinnen 
und über Eure lieben Kommentare freue ich mich sehr. DANKE!


ICH WÜNSCHE EUCH EIN SCHÖNES WOCHENENDE! 

Mittwoch, 3. April 2013

Auf Wunsch einer einzelnen Dame...

ein Foto mit meinem neuen Pullover:
Mehr schlecht, als recht, aber man kann ihn und mich erkennen.

Und, weil ich gerade dabei bin, hier mein neues Objekt:

Eine rustikale Jacke mit Schalkragen aus Merinowolle extrafein mit Baby Alpaka von LANA GROSSA "Garzato Più". 

DANKE für all Eure lieben Kommentare!
Bis bald und bleibt gesund!


Lass die Winde stürmen
auf der Lebensbahn.
Ob die Wogen türmen
gegen Deinen Kahn.
Schiffe ruhig weiter,
wenn der Mast auch bricht.
Gott ist Dein Begleiter.
Er verläßt Dich nicht. 

Ein Spruch aus dem Poesiealbum meiner Mutter Anno 1938. 

Montag, 1. April 2013

Ostermontag...

doch die Sonne kann trotz aller Bemühungen nicht gegen die Kälte angehen.
Gerade habe ich den Pullover fertig zusammen genäht. Aber seht selbst:
 Vorlage aus Muster-Maschen Diana Nr. 33. (1994)
650 Gramm Junghans Wolle "Merino-Cotton" (50 g = 120 Meter), Nadel 4,5.

Nun kann ich mich an das nächste Projekt wagen und den 
Ostermontag ruhig ausklingen lassen


.
Euch wünsche ich noch einen schönen Tag
und einen guten Start in die neue Woche! 

Samstag, 30. März 2013

Österliches...


Das war ich, 5 Jahre alt, mit meinem heißgeliebten Hasen "Lulac.

Österliche Landschaft
gekürzte Fassung von Karl Burkert (1884-1979)

Aus einer knospenvollen Welt
hebt sich ein Flötenton.
Der Hase rückt von Holz zu Feld,
die Erlen stäuben schon.

Am Stamm der Birke rinnt der Saft,
im Hof sonnt sich der Hund.
Des jungen Grases frische Kraft
drängt mächtig aus dem Grund.

Es wirkt ein Wunder in der Luft,
verklärt den Staub, den Stein.
Der heckenwarme Veilchenduft
strömt bis ins Dorf hinein. 





Mittwoch, 27. März 2013

JHWH – Karfreitag-Gedanken

Beim letzten Bibelkreis erzählte uns unser Pfarrer, dass der Gott „Jahwe“ im 14. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung ein Gott der Viehhirten des Vorderen Orients gewesen sei. Als Schutzgott eines kleinen Nomadenvolkes sei er dann zum Nationalgott der Hebräer aufgestiegen und zuguterletzt ein Universalgott aller Völker geworden. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse stammen aus einem Terra-X Bericht des ZDF; einer Recherche, die von Margot Käßmann kommentiert wurde.  Ich persönlich finde es erschreckend, wenn Theologen Thesen unterstützen, die nur eine Seite der Wahrheit zeigen.

JHWH ist der eigentlich unaussprechliche Name Gottes Israels im Tanach, der Hebräischen Bibel. Gott hat viele Namen, obwohl er nur Einer ist und deshalb gar keines Namens bedarf.
יהוה (JHWH)
Die genaue Aussprache ist nicht bekannt. Ob „Jahwe“ oder „Jehova“ richtig ist, vermag niemand zu sagen.

Die Kreuzigung Jesus steht parallel zum Passahfest, das das Ende der Welt von Ägypten symbolisiert. Es steht gleichzeitig als Symbol dafür, dass unsere materielle Welt vergänglich ist und eine neue, unvergängliche, entstehen soll.

Jesus Kreuzigung fand in Golgatha statt, was Schädelhöhe von aramäisch gûlgaltâ bedeutet. Der  Wortteil „gal“, Welle, Wasser, Strömung,  deutet auf eine Wandlung in der Zeit hin (nach Weinreb).

Das Leben endet nicht im Grab…in der Grube, in der kein Wasser ist. Sacharja (9-12) prophezeite bereits 500 Jahre vor Jesus Geburt, dass alles so kommen musste. Jesus hat uns durch seine Auferstehung das Verborgene sichtbar gemacht. Der Tod ist nur eine Wandlung, eine Transformation.
 
Gemälde von William Adolphe Bouguereau (1825-1905)
Die Überlieferung von Jesus Auferstehung erscheint Verstandesmenschen unsinnig. Das Verborgene im Menschen existiert im ewigen Sein, deshalb muss man das biblische Geschehen als ein von der Zeit losgelöstes, ewiges sehen.

Sollten wir nicht nachdenklich werden, wenn wir das Bild der Kreuzigung betrachten?!

(Joh 19:18-20/Matth 27, 31-37) ...und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen. Und als sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen aus Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm sein Kreuz trug. Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt Schädelstätte, ...und als sie ihn gekreuzigt hatten, ...setzten sie eine Aufschrift über sein Haupt mit der Ursache seines Todes:
Gemälde von Dietrich, Christian Wilhelm Ernst 1754

Die Überlieferung sagt, dass am Kreuz folgende Inschrift neben lateinischer und griechischer Sprache auch in Hebräisch angebracht war:

Jeshua Hanozri Wemelech Hajehudim
Was bedeutet: Jesus der Nazarener und König der Juden.

Formt man daraus das Akronym, wie im Lateinischen INRI, so stand am Kreuz der unaussprechbare, heiligste Name Gottes: JHWH, der allein von Hohepriestern im Allerheiligsten ausgesprochen werden durfte.

Zufall oder Zeichen?
Gott hat viele Namen,
nenn Ihn, wie du magst –
wenn du nur mit Inbrunst
aussprichst, was du sagst.

Hört nicht auch die Mutter
ihres Kindes Ruf,
ehe noch sein Seelchen
sich ein Wortbild schuf?

Gott spricht alle Sprachen. –
Doch wer schweigen kann,
steigt als goldne Flamme
selber himmelan…

von Ephides


 aus „Die Sendung Moses“ von Friedrich Schiller:
Unter einer alten Bildsäule der Isis las man die Worte: »Ich bin, was da ist«, und auf einer Pyramide zu Sais fand man die uralte merkwürdige Inschrift: »Ich bin alles, was ist, was war und was sein wird, kein sterblicher Mensch hat meinen Schleier aufgehoben.« Keiner durfte den Tempel des Serapis betreten, der nicht den Namen Jao - oder J-ha-ho, ein Name, der mit dem hebräischen Jehovah fast gleichlautend, auch vermutlich von dem nämlichen Inhalt ist - an der Brust oder Stirn trug; und kein Name wurde in Ägypten mit mehr Ehrfurcht ausgesprochen als dieser Name Jao…
Halleluja -  הַלְּלוּיָהּ (hallelu-Jáh) Jah, die Kurzform für JHWH.
Wörtliche Übersetzung: "Lobt Jah!"  (Wikipedia)

Sonntag, 24. März 2013

Es gibt sie noch...

die Sonne. Vor gut einer Woche habe ich auf meinem Balkon gesessen und mich von ihr bescheinen lassen. Das tat so gut!
Auftanken, draußen ganz entspannt Kaffee trinken und die Wärme genießen. 
Wenn man es lange Zeit vermisst hat, weiß man erst, wie gut das tut. 
Leider ist nichts auf der Welt selbstverständlich und von Dauer. 
Die Sonne hält sich längst wieder hinter den grauen Wolken versteckt.
Es herrschen eisige Temperaturen mit bitterkaltem Wind. 

Ich hatte mich hier ein wenig rar gemacht, zumal ich Euch nichts Neues zeigen konnte.
Außerdem gab es für mich unangenehme Untersuchungen im Krankenhaus; 
Gott sei Dank ohne Befund. 
Zur Ablenkung habe ich zwei Bücher gelesen und das dritte begonnen. 
Gestrickt weniger. Der Pullover ist noch immer in Arbeit. 

Es fehlte Zeit und Muße zum Kommentieren und ich hoffe, Ihr seht es mir nach.
Dazu fehlte die innerer Ruhe.
 Ich werde alles nachholen. 
Versprochen! 
 Immerhin ist der Halsausschnitt fertig; 
ein Ärmel ebenfalls.
An Sabine, die dieses wunderschöne Nadelkissen genäht hat: 
"Danke, für dieses hilfreiche und schöne Geschenk!"
Heute lasse ich den Sonntag ruhig angehen. 

Lasst es Euch gut gehen! 
Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag, der seinem Namen hoffentlich Ehre machen wird!